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Branchenkodizes
Ein Branchenkodex für Soziales und Umwelt ist ein Regelwerk von Prinzipien, auf das sich Vertreter eines Wirtschaftszweiges und gegebenenfalls auch Gewerkschaftsvertreter verständigt haben. Ein solches Regelwerk zielt meist auf die Einhaltung sozialer Mindeststandards und grundlegender Umweltschutzmaßnahmen. Bei der Festlegung dieser Standards und Maßnahmen werden branchenspezifische Kriterien und Anforderungen berücksichtigt.

Mit einem Branchenkodex gehen die vertretenen Unternehmen freiwillig die Verpflichtung ein, sich an beschlossenen Prinzipien des sozial- und umweltverträglichen Wirtschaftens zu halten. Mithin befördern Branchenkodizes in Sozial- und Umweltfragen Regeln, die alle am Branchenwettbewerb beteiligten Unternehmen betreffen.

Gespräche zur Aufstellung eines gemeinsamen Kodex finden in verschiedenen Branchen wie beispielsweise in der Kaffee-Industrie statt. Folgende Branchenkodizes sind bereits beschlossen worden:

  • „Code of Business Practices“ des International Council of Toy Industries (ICTI) zu Arbeitsbedingungen und Umweltschutz in der internationalen Spielzeug-Industrie von 1995 (2001 überarbeitet),
  • “Code of Conduct“ des Comité Européen des fabricants de Sucre (CEFS) und der European Federation of Trade Unions in the Food, Agriculture and Tourism sectors and allied branches (EFFAT) zu sozialen Mindeststandards in der europäischen Zucker-Industrie von 2003,
  • „Code of Conduct“ der European Apparel and Textile Organisation (Euratex) und der European Trade Union Federation of Textiles, Clothing and Leather (ETUF:TCL) zu Kernarbeitsnormen in der europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie von 1997, und
  • „Responsible Care“ des International Council of Chemical Associations (ICCA) zu Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz in der internationalen Chemischen Industrie seit 1985.

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