| Viele deutsche Unternehmen sind nicht nur auf ihren Heimatmärkten aktiv, sondern durch Direktinvestitionen international tätig, und zwar mit wachsender Tendenz. Der gesamte Investitionsbestand deutscher multinationaler Unternehmen im Ausland lag Ende 2002 bei gut 650 Mrd. €, 2003 flossen weitere Direktinvestitionen in Höhe von 3,6 Mrd. € ins Ausland. Im vergangenen Jahrzehnt hat er sich insgesamt mehr als vervierfacht, wobei auch verstärkt Entwicklungsländer in die internationale Arbeitsteilung einbezogen werden. Dieses Engagement erlaubt den Unternehmen, neue Absatzmärkte zu erschließen und vor Ort Wertschöpfung zu betreiben.
Wichtig ist auch der Beschäftigungseffekt dieser Investitionen. Insgesamt werden in mehr als 20000 Auslandsstandorten deutscher Unternehmen über 4 Mio. Arbeitnehmer beschäftigt. Damit wird die Grundlage für einen qualifizierten Berufsweg geschaffen, oft über lokalem Niveau. Darüber hinaus stärkt die Industrie auch als Abnehmer für lokale Zulieferer und als Steuerzahler die Wirtschafts- und Finanzstruktur in ihren Gastländern. Das bedeutet mittelbar Einkommen und Lebensgrundlage für weitere Millionen von Menschen – im Ausland wie auch in Deutschland.
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