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Verhalten bei FDI
Deutsche Unternehmen leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlichem Wachstum, sondern übernehmen auch Verantwortung für die soziale und ökologische Entwicklung ihrer Gastländer. Die Unternehmen tun dies freiwillig, da sie ein Eigeninteresse an funktionierenden Gemeinwesen und an guter Zusammenarbeit mit lokalen Autoritäten haben, beispielsweise im Kampf gegen die Armut. Sie treiben in ihrem Wirkungskreis eine nachhaltige Entwicklung voran und bemühen sich gemeinsam mit der Politik um stabile Rahmenbedingungen. Doch das Engagement der Unternehmen muss immer in den wirtschaftlichen Kontext passen und die Kultur und Tradition des jeweiligen Landes berücksichtigen. Es geht also darum, innovative Lösungen für die regionalen oder lokalen Ausprägungen bestimmter Probleme zu finden. All dies trägt zu einer stabilen Politik bei, die wiederum ein positives Investitionsklima schafft.

Unterstützung finden Unternehmen in einer Reihe von Referenztexten und Instrumenten, mit denen Regierungen und internationale Organisationen ihre Erwartungen an multinationale Unternehmen formulieren und einen Rahmen für verantwortungsbewusstes Handeln abstecken. Diese sind oft direkt an Unternehmen gerichtet, wie zum Beispiel die dreigliedrige Erklärung der ILO, die OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen oder der Global Compact. In ihrer geschäftlichen Praxis dienen sie den Unternehmen als Orientierungsrahmen und helfen ihnen, gesellschaftliches Engagement zu entwickeln.

Mit ihren freiwilligen Leistungen können die Unternehmen aber nicht die Versäumnisse der Politik ausgleichen. Die Durchsetzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards außerhalb des Wirkungskreises multinationaler Unternehmen kann angesichts fehlender Kontrollmöglichkeiten und Kompetenzbefugnisse nicht deren Aufgabe sein. Hier ist eine klare Aufgabenteilung notwendig: Die Regierungen sind gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, und sie tragen die Verantwortung, im eigenen Land, aber auch gegenüber Partnern für die Einhaltung sozialer Rechte und der Umweltgesetzgebung zu sorgen. Daher richten sich die Rahmenvorgaben internationaler Organisationen in der Regel an Staaten, die diese umsetzen sollen. Erst im zweiten Schritt kann es dann um die Umsetzung durch die Unternehmen innerhalb ihres Wirkungskreises gehen.

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