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Ausbildung
Ausbildung ist zentral für die Nachwuchssicherung der Unternehmen. Sie sichert entsprechend dem betrieblichen Bedarf ausgebildete Fachkräfte und trägt damit wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen bei. Diese erbringen einen enormen finanziellen, personellen und ideellen Einsatz für Ausbildung und investieren Jahr für Jahr rund 28 Mrd. Euro in ihre zur Zeit rund 1,6 Mio. Auszubildenden. In den letzten Jahren haben sie rund 6 Mio. Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Zusätzlich zur betrieblichen Ausbildungsleistung engagiert sich die Wirtschaft rund um das Thema Ausbildung. Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände haben vielfältige Maßnahmen ergriffen, um das betriebliche Ausbildungspotenzial noch besser auszuschöpfen, Jugendliche über das vielfältige Berufsspektrum zu informieren und sich an gezielter Berufsvorbereitung und Berufsorientierung in Kooperation von Schule und Wirtschaft zu beteiligen. In diese Initiativen investieren die Verbände jedes Jahr rund 100 Mio. Euro – zusätzlich zu den betrieblichen 28 Mrd. Euro.

Das Engagement der Wirtschaft wurde im Rahmen des „Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“, den Bundesregierung und Wirtschaft im Juni 2004 auf drei Jahre abgeschlossen haben, nochmals verstärkt. Das erklärte gemeinsame Ziel der Partner ist, im Rahmen des Paktes „in enger Zusammenarbeit mit den Ländern allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Angebot auf Ausbildung zu unterbreiten. Auch Jugendliche mit eingeschränkten Vermittlungschancen sollen Perspektiven für den Einstieg in die berufliche Ausbildung und das Berufsleben erhalten“. Der Pakt sieht neben der Einwerbung von neuen Ausbildungsplätzen eine Reihe von Maßnahmen zur Optimierung des Vermittlungsprozesses und zur individuellen Überprüfung und Unterstützung der Jugendlichen vor, um die Einstiegschancen zu verbessern. Mit dem Pakt dokumentiert die Wirtschaft, dass sie Verantwortung für Ausbildung wahr nimmt. Nur so, mit freiwilligem Engagement und in Kooperation der Beteiligten, und nicht durch Zwangsinstrumente, kann eine Verbesserung der Ausbildungssituation erreicht werden.

Das Ausbildungsengagement der Wirtschaft ist dabei in erheblichem Ausmaß Ausdruck gesellschaftliche Verantwortung für die junge Generation. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass bei den mittelständischen Betrieben rund jedes vierte, bei den Großbetrieben sogar jedes dritte über den eigenen Bedarf ausbildet. Ausbildungspotenzial bleiben aber vielfach ungenutzt, da die Rahmenbedingungen nicht stimmen – aufgrund bürokratischer und gesetzlicher Hemmnisse sowie einer mangelnden Ausbildungsreife vieler Schulabgänger. Entsprechende Verbesserung sind dringend erforderlich, um das Engagement der Wirtschaft zu sichern und zu unterstützen.

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