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Geschäftserfolg als Basis
Das oberste Ziel eines Unternehmens ist die dauerhafte Sicherung des Geschäftserfolges und der Wettbewerbsfähigkeit. Geschäftserfolg und Wettbewerbsfähigkeit sind die Voraussetzungen für CSR, denn nur so lassen sich Arbeitsplätze sichern, Investitionen in umweltschonende Produkte und Technologien verwirklichen und über gesetzliche Vorgaben hinaus, soziale und ökologische Belange erfüllen.
Über dieses primäre Ziel hinaus stellen sich Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Für die deutsche Wirtschaft ist Freiheit und Verantwortung das Leitprinzip für nachhaltige Entwicklung. Es soll ausdrücken, dass sich die deutschen Industrieunternehmen nicht nur für ihre Geschäftstätigkeit im engen Sinn interessieren, sondern dass sie - mit ihren Möglichkeiten - verantwortungsbewusst auf die politischen, sozialen und ökologischen Fragen reagieren, die überall auf der Tagesordnung stehen.
CSR-Ziele im Rahmen der Unternehmenspolitik
Durch die Formulierung von unternehmensinternen CSR-Zielen sowie deren Spezifikation durch Maßnahmen und Projekte, die für die Umsetzung der Ziele erforderlich sind, wird CSR zu einem Bestandteil der Unternehmenspolitik. Dabei ist die konkrete Ausgestaltung der Unternehmenspolitik und ihrer CSR-Elemente davon abhängig, welche Produkte hergestellt werden, welche Prozesse, Verfahrenstiefe und Technologien einzusetzen sind und in welchem kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Umfeld das Unternehmen agiert. Die CSR-Politik eines Unternehmens in Deutschland kann sich folglich von der CSR-Politik in Asien wesentlich unterscheiden, selbst wenn identische Produkte hergestellt werden. Auch die Branchenzugehörigkeit, die Gesellschaftsform und die Größe eines Unternehmens können sich wesentlich auf die CSR-Politik auswirken. Folglich ist es nicht möglich, eine CSR-Unternehmenspolitik zu skizzieren, die für alle Unternehmen gilt. Wie vielfältig die Ansätze sind, wird durch die zahlreichen unterschiedlichen Praxisbeispiele deutlich.
CSR als ein Grundpfeiler in der Unternehmenspolitik
Unternehmen werden umso erfolgreicher ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen können, wenn CSR zu einem festen Bestandteil der Unternehmenspolitik geworden ist. Über CSR- bzw. Nachhaltigkeitsfachabteilungen, durch Einbeziehung des Top-Managements und der Mitarbeiter sowie durch die zahlreichen CSR-Instrumente, die heute Unternehmen zur Verfügung stehen, integrieren Unternehmen CSR in ihre strategische Planung.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission hat am 26.02.2002 den Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet, der für alle börsennotierten deutschen Gesellschaften Regeln zur verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle enthält. Diese Gesellschaften müssen einmal jährlich erklären, ob und inwieweit sie den über 40 freiwilligen Empfehlungen folgen. Ziel des Kodex ist es, die deutsche Unternehmensverfassung in- und vor allem ausländischen Investoren und Kapitalanlegern verständlich zu machen. Der Kodex ist ein gutes Beispiel für die Selbstregulierungskräfte der deutschen Wirtschaft.
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