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Linde Group

Linde ist heute auf allen Kontinenten in über 100 Ländern aktiv. Linde erzielt heute etwa 90 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland und mehr als 50 Prozent jenseits von Europa. Auch diese Tatsache schärft unser Bewusstsein dafür, dass unternehmerische Verantwortung über nationale Grenzen und über die reine Gewinnmaximierung hinausgeht.

Die Veränderung unseres Klimas wird auf Dauer das weltweit vorherrschende ökologische Problem sein. Eine große Sorge internationaler Umweltwissenschaftler ist zudem die zunehmende Verknappung von Trinkwasser in vielen Teilen der Erde, die sich mit dem Klimawandel noch verschärfen wird. Linde zählt den Klimawandel zu den Entwicklungen, die unser Geschäft künftig beeinflussen werden. Wie wir dabei vorgehen, zeigt das Beispiel unserer Region Südpazifik Die Region Südpazifik umfasst unsere Aktivitäten in Australien, Neuseeland und den Pazifischen Inseln (darunter Tonga, Fiji, Neukaledonien, Papua-Neuguinea, Samoa und die Salomon-Inseln)..

Projekte in unserer Region Südpazifik
Im Rahmen unseres betrieblichen Umweltschutzes wurden in der Region Südpazifik mit Schwerpunkt Australien im vergangenen und diesem Jahr wieder zahlreiche Projekte zur Einsparung von Energie und Wasser an unterschiedlichen Standorten umgesetzt. So konnten wir im Jahr 2006 allein in Australien knapp 16.000 Kubikmeter Wasser einsparen und haben in jedem Staat erfolgreich Maßnahmen zur Reduzierung unseres Energieverbrauchs realisiert.

Sauerstoff für den Swan River
Ein Wasserschutzprojekt, bei dem unsere australische Tochtergesellschaft, BOC Australia, ihre technologische Kompetenz im Bereich der Sauerstoffeintragssysteme in Wasser wirksam einbringen konnte, fand Ende 2006 im westaustralischen Perth statt. Die wichtigste Wasserader der Stadt, der Fluss Swan River, leidet zeitweilig unter einem besonderen Sauerstoffmangel. Dies beeinträchtigt die Wasserqualität und damit das Leben im Fluss enorm. Abhilfe sollte ein so genanntes Oxygenierungsprojekt schaffen, das der westaustralische Umweltminister ins Leben gerufen hatte, und bei dem BOC Australia die technische Durchführung übernahm. Dabei wurde der Sauerstoffgehalt des Flusswassers mit unserem innovativen Oxygenierungssystem VITOX wieder deutlich erhöht und die Lebensqualität im Fluss nachhaltig verbessert.

Kooperationsprojekt verringert CO2-Emissionen deutlich
Im Westen Australiens sind wir an einem richtungweisenden Projekt beteiligt, bei dem wir uns um ein Umweltproblem kümmern, um damit ein anderes zu lösen: In Zusammenarbeit mit dem Aluminiumhersteller Alcoa und dem Chemieunternehmen CSBP, Australiens größtem Hersteller von Kunstdünger, investiert BOC in die Infrastruktur für die sichere Lagerung von Kohlendioxid (CO2). Das Treibhausgas entsteht bei der Produktion von Ammoniak in der CSBP-Fabrik in Kwinana südlich von Perth. Das dort anfallende CO2 wird zunächst per Pipeline zum nahe gelegenen Standort von BOC Australia geleitet und dort vorbehandelt und gereinigt. Danach wird das aufbereitete CO2 ebenfalls per Pipeline zur Rückstandsbeseitigungsanlage von Alcoa gepumpt und dort in die Bauxit-Rückstände aus der Aluminium-Produktion eingebracht. Damit wird die Alkalität reduziert und gleichzeitig das CO2 dauerhaft gebunden. Durch diesen Prozess werden einerseits die Risiken der Rückstandslagerung deutlich verringert, da der pH-Wert der Rückstände auf ein Maß reduziert wird, wie er auch in natürlichen Böden vorkommt. Die Rückstände können daher weiterverwendet werden, zum Beispiel im Straßenbau oder zur Bodenverbesserung. Und andererseits gelangt das umweltschädliche CO2, das sonst von CSBP emittiert würde, nicht in die Atmosphäre, trägt also nicht zum Treibhauseffekt bei. Auf diese Weise wird die Atmosphäre um 180 Tonnen CO2 pro Tag oder 70.000 Tonnen pro Jahr dauerhaft entlastet.