Diehl

Die Diehl Stiftung & Co. KG engagiert sich im kulturellen wie auch im sozialen Bereich in der Region Nürnberg, an ihren Standorten und auch darüber hinaus.

Hilfe für Menschen in Not
Aus Anlaß seines 80. Geburtstages hat der zwischenzeitlich verstorbene Seniorchef der Firmengruppe, Herr Karl Diehl, im Mai 1987 die Einrichtung der „Karl-Diehl-Stiftung für Menschen in Not“ verfügt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Einzelpersonen in Nürnberg und Umgebung ohne Ansehen von Konfession und Nationalität zu helfen, wenn Unterstützung notwendig ist. Diese Form der Hilfe, die in enger Abstimmung mit den übrigen in der Region tätigen Hilfswerken geschieht, erreicht jährlich rund 650 Menschen, die keine Ansprüche auf öffentliche Zuwendungen haben.


Mäzen der Nürnberger Altstadt

Das Unternehmen Diehl hat seit seiner Gründung vor über einhundert Jahren seinen Stammsitz in Nürnberg. Aus dieser Tradition heraus sieht sich Diehl verpflichtet, über das internationale Engagement hinaus eine besondere Beziehung zu dieser Stadt, ihren Menschen und ihrer Kultur zu pflegen. Der Seniorchef des Unternehmens, Herr Karl Diehl, hat dazu vor vielen Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit den Nürnberger Altstadtfreunden begründet – einer in dieser Form einmalige Bürgerbewegung, die sich der Erhaltung des alten Nürnberg und dem Wiederaufbau verlorengegangener, doch städtebaulich wichtiger Geschichtszeugnisse widmet. Aus dieser gedeihlichen Zusammenarbeit resultieren zahlreiche Restaurierungen, Wiederaufbauarbeiten und Neuschöpfungen in der Nürnberger Altstadt, die einen wichtigen Beitrag zum heute gewohnten Bild des historischen Stadtensembles ausmachen. Die Nürnberger Altstadtfreunde haben Karl Diehl als Dank für sein herausragendes Engagement den Ehrentitel „Mäzen der Nürnberger Altstadt“ verliehen. Das Unternehmen Diehl hat über die gemeinsame Arbeit mit den Altstadtfreunden hinaus zahlreiche weitere Projekte in Nürnberg gefördert, so beispielsweise den Wiederaufbau des Grabenturms als ökumenisches Jugendzentrum oder den Ankauf zahlreicher bedeutender Sammlungsgegenstände für das Germanische Nationalmuseum.


Hilfe für Kinder aus Problemfamilien

Als eine Bereicherung des sozialen Klimas in der Region allgemein anerkannt wird das gemeinschaftliche Engagement von Diehl mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, das bereits im Jahr 2001 zur Gründung des Sternstundenhauses in Rückersdorf geführt hat. Um das therapeutische Konzept dieser Einrichtung noch intensiver zu fördern, hat die Familie Diehl dem Familienwerk ein zweites Gebäude zusammen mit einem umfangreichen Spielgelände zur Verfügung gestellt, das die Einrichtung eines weiteren heilpädagogischen Heimes, des Sternschnuppenhauses, möglich gemacht hat. Die Bereitstellung einer größeren Summe führte im Herbst 2003 zum raschen Abschluß der Umbauarbeiten und zur Einrichtung des Hauses. Das Albert-Schweitzer-Familienwerk kümmert sich in beiden Baulichkeiten um Kinder aus Problemfamilien, um ihnen eine behütete Atmosphäre zu geben.


Irmgard Diehl Kinderstiftung

Auf Initiative von Herrn Werner Diehl, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, erfolgte im April 2008 die Gründung der Irmgard Diehl Kinderstiftung. Die mit einem Grundstockvermögen von einer Million Euro ausgestattete Stiftung unterstützt missbrauchte, traumatisierte, sozial benachteiligte, kranke und behinderte Jugendliche aus dem Raum Mittelfranken, Oberfranken und Schwaben bei Behandlungen im medizinisch/therapeutischen Sektor, insbesondere Heilmethoden mit Pferden, Hunden, Delphinen und mit Musik. Außerdem stellt die Stiftung den Kinderdorf-Familien des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Rückersdorf langfristig die Immobilien zu günstigen Bedingungen zur Verfügung.


Einrichtung einer Kindertagesstätte in Bobritzsch

Auf Vermittlung des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly ist es Ende 2002 zu einem Kontakt zwischen dem Unternehmen Diehl und der Gemeinde Bobritzsch in Sachsen gekommen, deren Kindergarten durch die katastrophale Flutwelle im Sommer 2002 völlig zerstört worden ist. Diehl beteiligte sich mit einer namhaften Anschubfinanzierung an der Einrichtung einer neuen Kindertagesstätte, die seit Sommer 2004 den Kindergarten, den Hort, die Kinderkrippe und die Grundschule der Gemeinde beherbergt. „Wir wollen den Kindern in Bobritzsch eine Zukunft geben“, so begründete Werner Diehl das Engagement des Unternehmens, „und uns an dieser großen nationalen Aufgabe des Wiederaufbaus ganz konkret beteiligen.“


Hilfe für notleidende Beschäftigte

Bereits 1952, zum fünfzigjährigen Jubiläum des Unternehmens, wurde von Herrn Karl Diehl der „Heinrich-Diehl-Gedächtnis-Fonds“ gegründet, der im Angedenken an den Gründer des Unternehmens seither spürbare materielle Hilfen für Beschäftigte in schicksalsbedingten Notsituationen und eine freiwillige Betriebsrente für langjährige Mitarbeiter gewährt.


Dank für Treue zum Unternehmen

Die besondere Verbundenheit vieler Ehemaliger zum Unternehmen Diehl dokumentiert sich insbesondere in den umfangreichen Aktivitäten der „Diehl-Pensionistenvereinigung“, die ihren Mitgliedern ein buntes Jahresprogramm mit zahlreichen Treffen und Ausflügen anbietet und in Zeiten von Krankheit und Tod kollegialen Beistand gewährleistet. Das Unternehmen fördert die Aktivitäten der Pensionistenvereinigung und richtet alljährlich die zentrale große Weihnachtsfeier in der Nürnberger Meistersingerhalle aus. Damit können sich die Beschäftigten auch nach ihrer Pensionierung weiterhin ihre „betriebliche Heimat“ erhalten. Darüber hinaus werden, wie erwähnt, aus dem „Heinrich-Diehl-Gedächtnis-Fonds“ für langjährige Mitarbeiter freiwillige Betriebsrenten aus Firmenmitteln gewährt.


Für die Jubilare des Unternehmens, die auf 25, 40 oder sogar 50 Jahre treuer Dienste im Hause zurückblicken können, werden an verschiedenen Standorten der Gruppe einmal jährlich Jubilarveranstaltungen organisiert. Dazu werden zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingeladen, um den langjährig Beschäftigten, die gemeinsam mit ihren Partnern eingeladen sind, im festlichen Rahmen für Ihre Treue zu danken. Diese unterschiedlichen Formen des Dankes für die langjährige Treue zum Unternehmen, die nach wie vor auf freiwilliger Basis geschehen, haben über die vergangenen mehr als fünfzig Jahre hinweg dazu beigetragen, dass viele Arbeitnehmer bereits in der dritten und sogar vierten Generation im Unternehmen beschäftigt sind.


Eine Chance für die Jugend

Bereits Heinrich Diehl, der Gründer des Unternehmens, hat es als seine besondere Verpflichtung angesehen, möglichst vielen jungen Menschen durch eine fundierte Ausbildung den Weg in eine erfüllte berufliche Zukunft zu ermöglichen. In dieser Tradition steht das Unternehmen auch heute noch und so befinden sich derzeit rund 400 angehende Fachkräfte an verschiedenen Standorten in Ausbildung. Ein Teil davon wird über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet – auch dies ist eine bewährte Tradition. Politische Bildungsfahrten nach Berlin oder anspruchsvolle Bergwanderungen gehören ebenso zum Ausbildungsprogramm der Nachwuchskräfte wie die Mitarbeit in der realen Übungsfirma „Diehl Juventus“, in deren Rahmen die Geschäftsabläufe eines Unternehmens eigenverantwortlich wahrgenommen werden können.