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Faber-Castell

Unsere Globale Verantwortung - Im Einklang mit der Natur

Nachhaltigkeit“ heißt kontinuierliches Aufforsten
Schätzungen zufolge werden für den Schreib- und Zeichenbedarf weltweit jährlich rund 10 Milliarden Blei- und Farbstifte aus unterschiedlichen Holzarten produziert, davon 30 - 40 % in China. Die europäischen Hersteller fertigen pro Jahr rund 2 Milliarden Stifte.

Als größter Einzelproduzent (1,8 Milliarden Blei- und Farbstifte p. a.) hat Faber-Castell vor mehr als zwei Jahrzehnten damit begonnen, im Südosten Brasiliens ein eigenes, einzigartiges Holzversorgungsprogramm zu entwickeln. In der „brasilianischen Savanne“ – mehr als 2.500 km vom Amazonas-Regenwald entfernt – wurden dazu auf kargem, sandigem Boden inselförmige Wälder mit Pinien-Bäumen angelegt. Die verwendete Pinie (Pinus Caribea) wächst dort vergleichsweise schnell und ist bereits nach 7 - 12 Jahren erntereif. Nach jahrezehntelanger Pionierarbeit umfassen die Holzplantagen inzwischen eine Größe von 10.000 Hektar. Zur Nachhaltigkeit werden jährlich rund 1 Million Pinien-Setzlinge nachgepflanzt. In jeder Stunde lässt Faber-Castell auf diese Weise 20 m³ Holz nachwachsen – mehr als benötigt ist für die eigene Holzstiftproduktion.

In unseren Baumschulen forsten wir somit vom Samenkorn bis zum erntereifen Baum selber auf. Dies geschieht unter Einsatz moderner Plantagentechnik und unter Berücksichtigung von vorhandener Flora und Fauna. Aus den ständig nachgeforsteten Pinienwäldern verarbeitet das Faber-Castell-Werk rund 700 m³ Holz pro Tag, aus denen 6 Millionen Blei- und Farbstifte entstehen.

FSC-zertifizierte Plantagen
Seit 1999 sind unsere brasilianischen Holzplantagen FSC-zertifiziert (Forest Stewardship Council) – dem weltweit anspruchsvollsten Zertifikat für „umweltschonende, sozial faire und nachhaltige Waldwirtschaft“. Die ausgedehnten Pinienwälder dienen allerdings nicht nur zur Holzversorgung. Sie bieten auch Lebensraum für zahlreiche, zum Teil seltene Tierarten. So beherbergen die Plantagen 136 Vogel- und 37 Säugetierarten – bis hin zum extrem scheuen Guara-Wolf. Nicht zuletzt durch Zusammenarbeit mit örtlichen Universitäten gelingt dem forstwirtschaftlichen Management die sinnvolle Synthese zwischen Ökonomie und Ökologie.

Innovativ und umweltfreundlich: Die Wasserlack-Technologie
Ein weiteres Beispiel umweltorientierter Pionierarbeit belegt Faber-Castell bei der Lackierung von Blei- und Farbstiften. In Stein bei Nürnberg erhalten fast alle Stifte einen umweltfreundlichen Wasserlack. Bei diesem Verfahren wechselte Faber-Castell von herkömmlichen Lacken mit organischen Lösungsmitteln zu umweltfreundlichen Wasseremulsionen – eine Technologie, die wir selbst entwickelt haben und die vom damaligen Umweltminister Klaus Töpfer (UN Executive-Director für Umweltprogramme) persönlich eingeweiht wurde. Mit der Wasserlacktechnologie setzte Faber-Castell weltweit neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Stiftlackierung.