Schriftgröße:
  • +
  • -

envia Mitteldeutsche Energie AG

envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) stoppt Abwanderung junger Fachkräfte aus Mitteldeutschland.

"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

enviaM – Projekt JuKaM

Als führender regionaler Energiedienstleister und sechstgrößtes Unternehmen in den neuen Bundesländern hat enviaM nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung für den Standort Ostdeutschland. Stellvertretend für diesen Anspruch stehen die vielfältigen Ausbildungsaktivitäten.


Mit Sorge verfolgt enviaM die anhaltende Abwanderung von jungen, qualifizierten Arbeitnehmern auf Grund fehlender Beschäftigungsperspektiven aus den neuen Bundesländern. Der Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen hat in den vergangenen Jahren eine beispielose Abwanderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern ausgelöst. Parallel dazu wird der Rückgang der Geburtenzahlen in Ostdeutschland zu Beginn der neunziger Jahre dazu führen, dass ab dem Jahr 2007 ein Fachkräftemangel in fast allen wirtschaftlichen Bereichen eintritt. Dem wollen die Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Energiewirtschaft entgegen wirken und haben zu diesem Zweck auf Mitinitiative von enviaM das bundesweit einzigartige Projekt „Junge Karriere Mitteldeutschland“ (JuKaM) der bze GmbH, Halle(Saale) aufgelegt.


Ziel des Projektes ist die mittel- und langfristige Bindung von jungen Fachkräften an Mitteldeutschland. Auf diese Weise soll die Wirtschafts- und Innovationskraft der Region nachhaltig gestärkt werden. Adressaten sind junge Fachkräfte zwischen 18 und 28 Jahren, die ihre Ausbildung im Rahmen des dualen Systems oder eines Studiums absolviert haben und Mitteldeutschland verlassen müssen oder bereits den Rücken gekehrt haben.


Mit der Inbetriebnahme der Datenbank am 1. Oktober ist JuKaM nicht länger Theorie, sondern Praxis. Die ersten Zahlen können sich sehen lassen. Seit dem offiziellen Startschuss haben sich mehr als 1.000 junge Fachkräfte in die Datenbank eingetragen. Die Datenbank ist Dreh- und Angelpunkt des Projektes. Sie ermöglicht eine passgenaue Zuordnung zwischen jungen Fachkräften und Unternehmen. In die Datenbank können sich zum einen alle jungen Menschen aus Mitteldeutschland eintragen, die einen beruflichen oder akademischen Abschluss erlangt haben. Zum anderen können sich alle Unternehmen aus der Region registrieren lassen, die junge Nachwuchskräfte suchen. Ziel ist, dass Unternehmen ihre Personalplanung an JuKaM „andocken“. Aus der Datenbank werden qualifizierte, abwanderungswillige Personen gezielt angesprochen. Ihnen wird angeboten, an einer Potenzialanalyse teilzunehmen, in der ihre persönlichen Stärken ausgelotet werden. Im Anschluss finden Beratungsgespräche zur Karriereplanung statt, in denen Mittel und Wege der beruflichen Weiterentwicklung in Mitteldeutschland verdeutlicht werden. Auf Wunsch ist auch ein kontinuierliches Coaching möglich.


Für das Projekt sind knapp 1,4 Millionen Euro bereitgestellt worden. Rund 1,1 Millionen Euro stammen aus den Töpfen des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds. 0,3 Millionen Euro steuern die beteiligten Unternehmen bei. Zu ihnen zählen neben enviaM die Energieversorgung Halle GmbH, die GISA GmbH, Halle, und die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, Gröbers. Für die Projektkoordination und -durchführung zeichnet die bildungszentrum energie GmbH (bze), Halle, verantwortlich.


Die Zeit drängt. Die Zahlen sprechen für sich: Nach Angaben des Berufsbildungsberichtes 2004 verließen allein im Jahr 2003 15.000 junge Menschen die neuen Bundesländer. Hauptursache ist der Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Die Abwanderung führt nicht nur zu einer Schritt weisen Überalterung der Bevölkerung, sondern auch zu einem Verlust von Berufsnachwuchs, der mittelfristig dringend benötigt wird. Arbeitsforscher schlagen Alarm: Sollte sich der Exodus der jungen Generation ungebremst fortsetzen, wird es künftig in den neuen Bundesländern eine Fachkräfteknappheit trotz hoher Arbeitslosigkeit geben. Die Vorboten sind bereits spürbar. Schon heute haben die Unternehmen Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung mit qualifizierten Facharbeitern.


„JuKaM zeigt, dass es die Unternehmen selbst sind, die der Jugend die entsprechenden Perspektiven aufzeigen können und müssen. Das Land Sachsen-Anhalt gibt dafür die entsprechende Unterstützung. Gemeinsam ist es uns gelungen, ein finanzstarkes Projekt zu initiieren, das für alle Branchen und das gesamte Land offen ist“, so Dr. Reiner Haseloff, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt.

Weiterführende Informationen

envia Mitteldeutsche Energie AG
Stefan Buscher
Pressesprecher
Telefon: (03 71) 4 82-17 44
Fax: (03 71) 4 82-20 65
E-Mail: Stefan.Buscher@enviaM.de

Weiterführende Links