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betapharm Arzneimittel GmbH

Ethisches Marketing ist erfolgreich - Corporate Social Responsibility bei betapharm

Die betapharm Arzneimittel GmbH wurde 1993 in Augsburg gegründet. Das pharmazeutische Unternehmen vertreibt Generika (patentfreie Arzneimittel). Mit einem Sortiment von 132 Wirkstoffen in 798 verschiedenen Handelsformen deckt betapharm alle wesentlichen Indikationen von der einfachen Erkältung bis zur schweren Herz-Kreislauferkrankung ab. Das Unternehmen beschäftigt heute 345 Mitarbeiter.

Die Basis: Soziale Verantwortung
Die Wurzeln für das betapharm-Engagement liegen in der Unternehmensphilosophie: „Der Mensch steht im Mittelpunkt.“ Das bedingte von Anfang an einen offenen und sozial verantwortlichen Umgang mit Mitarbeitern und Kunden. Es zog zudem den Anspruch nach sich, ethisches Marketing zu betreiben.

Der Einstieg: Soziales Sponsoring

Aus der Suche nach einem zum Unternehmen passenden Weg, sich von den Mitbewerbern abzuheben, entwickelte sich 1998 das Sozialsponsoring des Bunten Kreises. Dieser Nachsorgeverein hilft Familien mit chronisch und schwer kranken Kindern im Raum Augsburg insbesondere am Übergang von der High-Tech-Versorgung im Krankenhaus ins heimische Kinderzimmer, damit sie mit den durch die Krankheit verursachten Problemen besser zurecht kommen.

Die Entwicklung zur Partnerschaft

Aus dem Kontakt mit Verantwortlichen des Bunten Kreises entwickelte sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es entstand die gemeinsame Idee, Bunte Kreise in ganz Deutschland zu gründen. Dafür errichtete betapharm 1998 die betapharm Nachsorgestiftung, eine Stiftung des bürgerlichen Rechts. Die Stiftung fördert die Weiterentwicklung und überregionale Verbreitung des Augsburger Nachsorgemodells.

Das strategische Corporate Citizenship

Doch die modellhafte Arbeit des Bunten Kreises rührte an ein grundsätzliches Problem im Gesundheitswesen: Patienten werden zwar nach den modernsten Erkenntnissen der Medizin und Pharmazie versorgt, aber im Umfeld von schweren und chronischen Krankheiten entstehen viele Probleme und Belastungen, mit denen die Betroffenen und ihre Angehörigen allein gelassen werden und die zum Teil die Krankheitsbewältigung erschweren. Diese „soziale Lücke“ im Gesundheitswesen machte sich betapharm zum Anliegen: Das Unternehmen initiiert, fördert und begleitet seitdem innovative soziale Projekte im Gesundheitswesen, die die ganzheitliche Krankheitsbewältigung fördern. Damit verknüpft ist das strategische Marketingziel, sich als sozial verantwortliches Unternehmen von Mitbewerbern in der Gesundheitsbranche abzuheben und die Marke betapharm mit Eigenschaften wie sozial, kompetent, zuverlässig, menschlich zu profilieren.

Engagement auf mehreren Ebenen

Das inhaltliche Ziel, die soziale Lücke zu schließen, wird auf mehreren Ebenen verfolgt. Mit sozialen Informationen und Fortbildungen speziell für das Gesundheitswesen werden Berufstätige im Gesundheitswesen in die Lage versetzt, ihre Patienten auch in sozialen Fragen kompetent beraten zu können. Eine besondere Rolle spielt dabei das Augsburger Nachsorgesymposium. Es wurde 1999 erstmals und seitdem in zweijährigem Turnus veranstaltet. betapharm übernimmt die organisatorische Seite und viele MitarbeiterInnen des Unternehmens sind am Symposiumstag ehrenamtlich aktiv. Mit Consulting werden Einrichtungen in ganz Deutschland unterstützt, die Nachsorge nach dem Modell des Bunten Kreises einführen wollen. Entwicklungs- und Forschungsprojekte erarbeiten die praktische und wissenschaftliche Basis, um die Machbarkeit und den Nutzen der psychosozialen Patientenbetreuung nachhaltig zu belegen.

beta Institut

All diese Aktivitäten sind fachlich kompetent angesiedelt beim gemeinnützigen „beta Institut für sozialmedizinische Forschung und Entwicklung“, 1999 gegründet von betapharm und dem Bunten Kreis. Bei allen Projekten hat betapharm von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Realisierung entscheidende Anteile (eine Übersicht über die laufenden Projekte finden Sie in der pdf-Datei „CSR-Projekte bei betapharm“).

Ethisches Marketing – und alle gewinnen

Das beta Institut entwickelte unter anderem einen einzigartigen Informationsdienst für Sozialfragen im Gesundheitswesen, bestehend aus betaListe (Nachschlagewerk), betafon (telefonischer Infoservice) und betanet. betapharm bietet diesen Informationsdienst (genannt betaCare) Ärzten und Apothekern an, damit diese ihre Patienten in sozialmedizinischen Fragen besser beraten können. Mit der Weitergabe von sozialer Kompetenz als „Werbegeschenk“ verfolgt betapharm konsequent ein sinnvolles und ethisches Marketing. Am Ende profitieren alle: die Patienten, Ärzte und Apotheker und betapharm.

Engagement für Corporate Citizenship

2002 gewann betapharm für sein soziales Engagement den 1. Preis beim Wettbewerb “Freiheit und Verantwortung”, überreicht von Alt-Bundespräsident Johannes Rau. Im Juni 2003 präsentierte das Unternehmen Deutschland bei einer Anhörung zum Thema Corporate Social Responsibility bei der EU in Brüssel. Das Unternehmen fördert auch Corporate Citizenship an sich und ist Gründungsmitglied in dem von UPJ initiierten Corporate-Citizenship-Netzwerk „Unternehmen: aktiv im Gemeinwesen“. Denn letztlich geht es betapharm um den Menschen und eine menschliche Gesellschaft.