Schriftgröße:
  • +
  • -

B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA (Bankhaus Metzler)

Das Bankhaus Metzler engagiert sich über die Metzler-Stiftung mit dem Netzwerk für Gehirnforschung und Schule für sein Stiftungsziel: Die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Hören, Sehen und Lernen.

„Ein Unternehmen, das nur Geld verdient, ist ein armes Unternehmen“ – dieses Zitat von Friedrich von Metzler, der in elfter Generation das Bankhaus Metzler leitet, ist bezeichnend für das Engagement des Bankhauses und der Metzler-Stiftung. Als älteste deutsche Bank im ununterbrochenen Familienbesitz fühlt sich die Bank verpflichtet, seiner Umwelt etwas vom eigenen Erfolg zurückzugeben. Dabei konzentriert sich die Stiftung auf zwei klar umrissene Bereiche, um den Erfolg der Stiftungsarbeit zu gewährleisten. Neben der Unterstützung zahlreicher Frankfurter Institutionen, wie beispielsweise das Städelsche Kunstinstitut, werden vor allem Kinder und Jugendliche in den Bereichen Hören, Sehen und Lernen gefördert.

Netzwerk für Gehirnforschung und Schule
Das derzeit größte Projekt der Metzler-Stiftung ist das „Netzwerk für Gehirnforschung und Schule“. 2004 wurde es unter dem Motto „Besser lernen macht Schule“ zusammen mit dem Neurowissenschaftler Professor Manfred Spitzer, dem Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm, gegründet. Dieses Netzwerk verbindet neuro-wissenschaftliche Forschung und schulische Praxis. Durch anwendungsorientierte Forschung und Erprobung in Schulen sollen wissenschaftlich abgesicherte und praxistaugliche Erkenntnisse über das Lernen entwickelt werden, die zu konkreten und umsetzbaren didaktischen Methoden führen. Ziel des Netzwerks ist es, zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lernsituation an deutschen Schulen beizutragen.

Das Netzwerk forscht und evaluiert dabei an der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften, Medizin und Pädagogik und ist damit Vorreiter auf diesem Gebiet in Deutschland. Der Forschungsschwerpunkt ist dabei die Frage, wie Menschen lernen, welche Prozesse dabei im Gehirn stattfinden und welche praktischen Schlüsse daraus gezogen werden können. So kann die Untersuchung von Lernprozessen durch die Gehirnforschung in der praktischen Anwendung überprüft werden. Ziel ist es, das bereits Erforschte auch tatsächlich umzusetzen, um allen, egal in welchem Lebensalter, ein erfolgreiches Lernen und damit ein besseres Leben zu ermöglichen. Von dieser engen Integration profitieren Forschung und Pädagogik gleichermaßen, die Theorie kann auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft werden und die Schulen erhalten durch die Forschung wichtige Impulse für neue Lernmethoden.


Im Jahr 2005 begann die praktische Arbeit des Netzwerks für Gehirnforschung und Schule mit vier Themenschwerpunkten, die in Zusammenarbeit mit zurzeit zwölf Forschungs-schulen in Baden-Württemberg und Bayern umgesetzt werden. In Zukunft soll das Netzwerk bundesweit arbeiten, um die Forschungsergebnisse möglichst schnell und effizient zu verbreiten. Im Frühjahr 2006 startete in Zusammenarbeit mit dem hessischen Kultusministerium ein Projekt zur Sprachförderung von 4-8-Jährigen an zwölf hessischen Grundschulen.


„Ohr liest mit“ - Der Wettbewerb für kreatives Lesen und Hören
Die Metzler-Stiftung gab im Schuljahr 2004/2005 den Startschuss – gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Hessischen Rundfunk – für den Wettbewerb. Der erste Wettbewerb unter dem Motto „Blick in die Zukunft – Was passiert morgen?“ war ein großer Erfolg: Mehrere tausend Kinder und Jugendliche haben in über 300 Teams aus ganz Deutschland und dem Ausland Hörspiele selbst produziert und eingesandt. Letztlich wurden alle Erwartungen von der Bandbreite aus amüsanten und nachdenklichen Geschichten oder Reportagen weit übertroffen. Dieser Meinung war auch die Jury des Deutschen Kulturförderpreises und zeichnete das innovative Projekt am 1. Juni 2006 in Berlin mit dem „Kulturförderpreis der deutschen Wirtschaft“ aus.