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Deutsche Bahn

Corporate Sustainability – Umwelt- und soziales Engagement der Bahn

Die Bahn berücksichtigt seit langem ökologische und soziale Faktoren in ihrer Unternehmenspolitik. Als größtes Transportunternehmen und einer der großen Arbeitgeber und Ausbilder Deutschlands ist sie sich dabei ihrer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Im Verkehrssektor ist die Bahn Vorreiter im Umweltschutz. Innerhalb von nur zwölf Jahren konnte beispielsweise der spezifische Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids um ein Viertel gesenkt werden. Mit dem Klimaschutzprogramm 2020 will die Bahn den Ausstoß des Treibhausgases um weitere 15 Prozent verringern. Intern engagiert sich die DB für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem sie Toleranz und Fairness sowie deren gesellschaftliches Engagement fördert. Nach außen unterstützt die Bahn eine Vielzahl an Aktivitäten mit den Schwerpunkten Gesellschaft, Bildung, Kultur, Umwelt und Sport. Dabei setzt sie sich in besonderem Maße für Jugendliche - unsere Werte- und Wissensträger von morgen - ein.

Stiftung Off-Road-Kids
Auf der Suche nach obdachlosen Jugendlichen klappern Streetworker Tag für Tag die Brennpunkte Berlins ab. Ziel der Stiftung Off-Road-Kids ist es, die Kinder von der Straße zu holen, die beste Alternative für jeden einzelnen herauszufinden und sie auf den Weg in ein normales Leben zu begleiten. Das alles wäre nicht möglich ohne finanzielle Unterstützung. Hauptförderer der Stiftung sind die Vodafone Stiftung Deutschland und die Deutsche Bahn AG. Die Deutsche Bahn AG unterstützt den Verein seit mittlerweile neun Jahren. Mit kostenlosen Netzkarten können die fünf Streetworker von Off-Road-Kids ganz Deutschland per Zug bereisen, denn Mobilität ist unabdingbar für eine erfolgreiche Betreuung der Straßenkinder. Um die Bedeutung dieser sozialen Arbeit zu untermauern, hat die Deutsche Bahn AG 2003 eine Schenkung an die Stiftung in Höhe von 510.000 Euro veranlasst. Zusätzlich hat Bahnchef Hartmut Mehdorn die Schirmherrschaft über die Off-Road-Kids Stiftung übernommen.

Azubis gegen Hass und Gewalt
Gegenseitiger Respekt und ein friedliches Miteinander, dafür setzen wir uns auch intern ein. Extremismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt haben bei der Bahn keinen Platz. Wir sind eine bunte Bahn mit Mitarbeitern und Kunden aus allen Teilen der Welt und setzen uns offen für das Miteinander verschiedener Kulturen, Mentalitäten und Lebensformen ein. Der jährlich stattfindende Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ bietet den Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres die Möglichkeit, sich in Form von Projektarbeit mit dem Thema „Hass und Gewalt“ auseinander zu setzen. Am Ende des Ausbildungsjahres werden jeweils die besten Ergebnisse durch eine Jury prämiert.

Chance plus
Mit dem neu gestarteten Projekt „Chance plus“ bietet die Bahn Schulabgängern ohne Chance auf eine reguläre Ausbildung jetzt die Möglichkeit, an einem zwölfmonatigen Praktikum teilzunehmen. Damit beteiligt sich die Bahn an der 2004 von den Spitzenverbänden der Deutschen Wirtschaft Mitte geschlossenen Vereinbarung mit dem Ziel, den Jungendlichen ohne Chance auf einen regulären Arbeitsplatz einen beruflichen Einstieg zu ermöglichen und sie praxisnah für eine künftige Ausbildung zu qualifizieren. Konzernweit hat die Deutsche Bahn ab 01. Oktober 2004 120 Plätze vergeben, weitere 60 Plätze wurden von Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Praktikums sollen die Jugendlichen mit Unterstützung eines abwechslungsreichen Programms wieder Spaß am Lernen bekommen.

Bahn Basketball Academy
Trainieren mit den Profis – das ermöglicht die Bahn Basketball Academy (BBA) mit Ihrem Trainingscamp für Schüler und Jugendliche. Damit fördert die Bahn die beliebteste Mannschaftssportart in der jungen Zielgruppe. BBA, das ist ein dreitägiges Wochenend-Basketball-Camp für Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren. Die Camps finden jeweils an den Standorten der Basketball-Bundesliga-Vereine sowie bei ausgewählten Teams der 2. Bundesliga und der Regionalliga statt. Um zu den Auserwählten zu gehören, lassen sich die Schüler jedes Jahr eine Menge einfallen: „Von Videos über CDs, Collagen bis hin zu Rap-Einlagen und Gedichten ist alles dabei. Fast 3.000 Klassen bewarben sich im Jahr 2003 um das begehrte Training. „Die Resonanz der Jugendlichen auf die Bahn-Camps ist enorm, denn Sport ist Freude, Erfolgserlebnis, Gesundheitsvorsorge und Förderer des Selbstbewusstseins“, so Karin Wolff, Staatsministerin und Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Schulsportstiftung.

Projekt „Energie sparende Fahrweise“
Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten die rund 14.000 Lokführer des Personenverkehrs. Seit 2002 wurden sie innerhalb des Projekts "EnergieSparen" (ES) trainiert, möglichst sparsam zu fahren. 2004 führten sie Wettbewerbe im Nah- und Fernverkehr durch und monatliche "ES-Gespräche" ermittelten weitere Einsparmöglichkeiten. Dabei gibt es große Potenziale: Wenn Luft im Fahrplan ist, kann ein Lokführer bereits 60 Kilometer vor dem Zielbahnhof den Zug abschalten und rollen lassen. Auf einer einzigen ICE-Fahrt von Hamburg nach München lässt sich so der Verbrauch von 19.000 auf 15.000 Kilowattstunden drücken. Die Ersparnis entspricht dem Jahresverbrauch eines vierköpfigen Haushalts.

Durch das Projekt „EnergieSparen“ hat die Bahn bislang 32 Millionen Euro an Energiekosten eingespart. Bis Ende 2005 sollen die Fernzüge rund zehn Prozent weniger Strom als 2002 verbrauchen. Dafür werden z.B. Energieverbrauchsanzeigen und Fahrempfehlungen für Energie sparendes Fahren auf Führerstandsdisplays in die Züge eingebaut. Auch der Schienengüterverkehr Railion knüpft mittlerweile an die Erfolge des Personenverkehrs an. 2004 gab es hier grünes Licht für ein vergleichbares Projekt. 8.000 Lokführer im Güterverkehr werden nun geschult mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu senken. Damit können die Lokführer nicht nur Energiekosten bedeutend vermindern, sondern leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutzziel der Bahn.