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Lufthansa

Ausgewählte Beispiele für CSR bei Lufthansa

Innovative Umwelttechnik bei LSG Sky Chefs (Lufthansa Catering)
LSG Sky Chefs verfolgt seit Jahren konsequent die Strategie, Ressourcen zu schonen und innovative Umweltschutztechniken einzuführen. Dies hilft nicht nur, die Umwelt zu entlasten, sondern auch Kosten zu senken. Weltweit erstmals im industriellen Bereich sorgen bei LSG Sky Chefs am Kölner Flughafen nun zwei innovative Energiesysteme für preiswerte und umweltfreundliche Wärme:

Ein Erdwärmetauscher nutzt die in sechs Metern Bodentiefe natürlich vorhandene, über das Jahr immer gleich bleibende Temperatur des Erdbodens von rund 8 ° Celsius, wobei bis zu 70.000 m3 Außenluft pro Stunde angesaugt und durch ein insgesamt vier Kilometer langes Rohrsystem unter dem Catering-Gebäude geleitet werden So muss die herkömmliche Klimaanlage dank des neuen Systems im Sommer nur noch bei extremer Hitze zugeschaltet werden. Im Winter hingegen muss eine Heizung nur noch die restliche Energie zuliefern, bis angenehme 23° Celsius erreicht sind.


Zweite Neuerung: Ein mobiler Latent-Wärmespeicher transportiert Wärme per Lastwagen in einem wärmeisolierten Tankcontainer zur LSG Sky Chefs nach Köln. Die Wärme stammt aus nahegelegenen Kraftwerken und Produktionsanlagen, wo sie als Prozesswärme bislang nutzlos an die Atmosphäre abgeben wurde. Als Transportmedium wird das Salz Bariumhydroxid genutzt.


Die Energiebilanz ist positiv. Mit beiden Systemen zusammen sind die energiebedingten CO2-Emissionen für das Kölner Gebäude um rund 60 % geringer als mit konventionellen Heizsystemen.


Dieses und weitere Beispiele guter unternehmerischer Praxis hat econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. in einer Sammlung zusammengestellt.

Lufthansa bildet Mitarbeiter für Special Assistance Teams (SATs) aus, die in Krisenfällen helfen
Sicherheit und Zuverlässigkeit für Passagiere und Besatzung sind die Basis, auf der Lufthansa täglich ihre Dienstleistung erbringt. Unglücksfälle sind zwar selten und niemand wünscht sich den Ernstfall, aber der Konzern muss auf Krisen vorbereitet sein. Dabei gibt es keine Alternative zur persönlichen Betreuung. SAT-Helfer leisten im Unglücksfall persönliche Hilfe. Dafür bildet Lufthansa Mitarbeiter aus, die neben ihrer regulären Arbeit freiwillig Passagiere und Angehörige betreuen.

SAT-Helfer sind rund um die Welt im Einsatz und unterstützen auch andere Luftfahrtunternehmen, denn in der Krise gibt es keine Konkurrenz. Dass die SATs der Lufthansa bereits in vielen Notfällen helfen konnten, ist ein Beweis der Professionalität der Krisenhelfer. Beim Absturz der Concorde im Juli 2000 betreuten SAT-Mitglieder die Angehörigen der deutschen Opfer. 2002 kümmerten sich acht Lufthanseaten um Eltern, die beim Absturz einer russischen Passagiermaschine über dem Bodensee ihre Kinder verloren hatten. Nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 haben die SAT-Mitglieder unter anderem Kleider und Unterkünfte organisiert sowie Betroffene mit ihren Angehörigen zusammengeführt.


An Freiwilligen fehlt es nicht. Mittlerweile gehören 1.200 Mitarbeiter bei Lufthansa den Spezialteams an. Eingebettet sind die Special Assistance Teams in das Krisenmanagement der Lufthansa, das auf drei Säulen beruht: Krisenkommunikation, Krisenorganisation und Human Resources. Unter den letzten Bereich fallen die SATs. Im Falle einer Krise wird ein Krisenstab bei Lufthansa einberufen, der auch die SATs anfordert. Lufthansa ist damit in der Krisenorganisation international sehr gut aufgestellt.


MOZAIC: 10 Jahre unterwegs im Dienst der Atmosphärenforschung
Im Klimaforschungsprojekt MOZAIC (Measurement of ozone, water vapour, carbon monoxide and nitrogen oxides aboard Airbus in-service aircraft) werden seit über zehn Jahren täglich klimarelevante Spurengase im Reiseflug gemessen. Dafür sind fünf Langstreckenjets mit entsprechender Messtechnik ausgestattet. Die flächendeckenden Daten, die mithilfe von MOZAIC gewonnen werden, bilden eine Basis für ein besseres Verständnis der Atmosphären-Chemie und damit für genauere Vorhersagen von Klimaveränderungen.

In Reiseflughöhe zeichnen die Messgeräte alle vier Sekunden , also etwa jeden Kilometer, die Konzentration der Treibhausgase Ozon und Wasserdampf auf. Seit vier Jahren werden zusätzlich Kohlenmonoxid sowie reaktive Stickstoffverbindungen gemessen. In über zehn Jahren haben die MOZAIC-Flüge eine Datenfülle zusammengetragen, die weltweit einzigartig ist.


MOZAIC wurde 1994 von Forschergruppen aus Deutschland, England und Frankreich, der Europäischen Gemeinschaft und den Industriepartnern Airbus, Lufthansa, Air France, Austrian Airlines und Sabena ins Leben gerufen. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Laboratoire d’Aérologie in Toulouse. Heute werden drei der fünf Airbus A340, die für MOZAIC Daten sammeln, von Lufthansa betrieben. Aus den MOZAIC-Messungen entstanden bisher über 60 wissenschaftliche Veröffentlichungen. Obwohl MOZAIC seit Februar 2004 nicht mehr von der EU gefördert wird, haben die beteiligten Forschungseinrichtungen und Fluglinien beschlossen, das Projekt bis 2007 fortzuführen. Bis dahin soll in dem neuen europäischen Infrastrukturprojekt IAGOS (Integration of routine Aircraft measurements into a Global Observing System) die Basis für eine nachhaltige Weiterführung der Messungen im Rahmen eines weltweiten Beobachtungssystems geschaffen werden. Das neue Projekt hat am 15. April 2005 unter Leitung des Forschungszentrums Jülich begonnen.

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