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adidas AG

Verantwortung übernehmen

Das Ziel der adidas Gruppe ist es, ein erfolgreiches und profitables Unternehmen zu sein. Doch genauso wie Fairness und Ehrlichkeit Grundlagen des Sports sind, haben sie auch für die Geschäftstätigkeit eine zentrale Bedeutung. Der Konzern ist bestrebt, durch die Einhaltung von bestimmten Spielregeln eine führende Position in seiner Industrie einzunehmen. Diese Regeln leiten sich aus den Unternehmenswerten „Leistung“, „Leidenschaft“, „Integrität“ und „Vielfalt“ ab und berücksichtigen die Erwartungshaltungen der Gesellschaft an global tätige Unternehmen.

Dadurch erkennt die adidas Gruppe an, dass sie sich mit der Auslagerung der Produktion ins Ausland und dem Aufbau von internationalen Zuliefernetzwerken keineswegs der Verantwortung entziehen darf, wie und unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt werden.

Das Unternehmen benötigt klare Regeln – oder Standards –, die es im Bereich der Arbeitssicherheit und -gesundheit, Arbeitnehmerrechte sowie Umweltschutz sowohl an seinen eigenen Standorten als auch bei den Produktionsstätten der Zulieferer anwenden kann. Aus diesem Grund hat der Konzern seinen eigenen Verhaltenskodex, die „Workplace Standards“, entwickelt, dessen Einhaltung von einem eigenen Expertenteam überwacht wird.

Die ‚Workplace Standards’
Die „Workplace Standards“ orientieren sich an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und folgen dem Verhaltenskodex des Weltverbandes der Sportartikelindustrie (WFSGI). Die Standards enthalten klare Verhaltensregeln hinsichtlich umwelt- und gesundheitsverträglicher Arbeitsbedingungen, einer angemessenen Entlohnung und Koalitionsfreiheit, der Unterbindung extremer Überstunden und Zwangs- und Kinderarbeit sowie dem Schutz vor Diskriminierung.

Sie helfen der adidas Gruppe, Geschäftspartner auszuwählen, die mit ihren Werten übereinstimmende Arbeitsplatzstandards und Geschäftspraktiken erfüllen, und solche abzulehnen, die dies nicht tun. Als Leitsätze helfen sie darüber hinaus, potenzielle Probleme zu erkennen und diese dann gemeinsam mit den Geschäftspartnern zu lösen. Neben der Kontrolle der Standardeinhaltung führt das Unternehmen auch Schulungen für seine Zulieferer durch und hilft ihnen auf diese Weise zusätzlich, die Arbeitsbedingungen in ihren Betrieben zu verbessern.

Überwachung und Schulung
Die „Workplace Standards“ sind wesentlicher Bestandteil der Lieferverträge, die der Konzern mit seinen Geschäftspartnern schließt. Ein Team bestehend aus Fachleuten, die in lokaler Nähe zu den Produktionsstätten vertreten sind, verfolgt durch Fabrikinspektionen die Einhaltung der Standards und berät die Geschäftspartner aktiv bei ihrer Umsetzung.

Die adidas Gruppe ermutigt ihre Zulieferer, Eigenverantwortung für ein sozial- und umweltverträgliches Handeln zu übernehmen. Dabei werden sie dabei unterstützt, entsprechende Beziehungen zu lokalen Partnern, wie etwa Regierungsbehörden, Nicht-Regierungsorganisationen oder den Beschäftigten selbst, aufzubauen und zu vertiefen. Außerdem versucht das Unternehmen ihr Verständnis für die Bedeutung von Managementsystemen sowie Dialogstrukturen mit diesen Stakeholdern zu schärfen. Nur auf diese Weise werden akzeptable Arbeitsbedingungen zu einem selbstverständlichen Bestandteil geschäftlicher Aktivitäten.

Unabhängige Kontrollen
Neben dem internen Experten-Team legt die adidas Gruppe Wert auf eine unabhängige Prüfung durch Dritte, da dies nicht nur die eigene Arbeit verbessert, sondern auch dem internen Programm mehr Glaubwürdigkeit verleiht. Deshalb ist der Konzern bereits im Jahr 1999 der Fair Labor AssociationTM (FLA) in den USA beigetreten, einer Organisation ohne Erwerbscharakter, bestehend aus Privatunternehmen, regierungsunabhängigen Organisationen und Universitäten.

Die FLA stellt Arbeitsnormen und Richtlinien für Sicherheit, Gesundheit und Umweltbedingungen am Arbeitsplatz auf und ernennt akkreditierte Inspektoren zur Durchführung unangekündigter Kontrollen in den Zulieferbetrieben ihrer Mitglieder in Bezug auf die Einhaltung dieser Standards. Die Ergebnisse dieser unabhängigen Prüfungen werden von der FLA in einem Jahresbericht veröffentlicht. Nach einer eingehenden Prüfung wurde das Programm der adidas Gruppe zur Einhaltung von Standards von der FLA erfolgreich akkreditiert. Das Ergebnis dieser unabhängigen Verifizierung unterstreicht die Bemühungen des Unternehmens zur Umsetzung internationaler Arbeitsstandards innerhalb seiner Beschaffungskette.

Zusammenarbeit mit lokalen Partnern
Unternehmen agieren nicht in Isolation – sie sind Teil der Gesellschaft. Deshalb arbeitet die adidas Gruppe mit Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen in regionalen und lokalen Projekten zusammen, um gemeinsam Lösungen für bestimmte Arbeitsplatzprobleme zu erarbeiten. Dieser Dialog ist wichtig für den Erfolg ihres Programms.

Transparente Berichterstattung
Die adidas Gruppe bemüht sich um eine offene und transparente Berichterstattung.
In einem jährlichen Sozial- und Umweltbericht wird umfassend über das Sozial- und Umweltprogramm des Konzerns berichtet.

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