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AHLE GmbH

„Farbenkult – Kunst am Bau“

Graffiti ist illegal, gilt als Sachbeschädigung und ist mindestens umstritten, doch ihr Kunstwert und die dahinter stehenden Menschen bleiben oft verborgen. Darauf wollte der Paderborner Malermeister Dietmar Ahle mit seinem Projekt „Farbenkult - Kunst am Bau" aufmerksam machen. Unterstützt wurde das Projekt von der erfolgreichen Handwerker-Kooperation PaderHaus.

Im Sommer 2000 hatten im Rahmen des Projektes drei junge „Untergrundkünstler" von Obermeister Dietmar Ahle den Auftrag bekommen, ein Wandbild in der Rathaus-Passage in Paderborn zu gestalten. Nach der Fertigstellung wurde es durch die Malermeister AHLE GmbH der Öffentlichkeit präsentiert: Bei einer Veranstaltung mit fünfhundert geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft konnten die Gedanken, Hintergründe und Intentionen der Graffitiszene näher gebracht werden. Mit einem der drei Künstler, Oliver Kray, hat sich daraufhin eine »Karriere im legalen Bereich« entwickelt, in dessen Verlauf er zahlreiche Jugendprojekte verwirklichte und mit 21 Jahren einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Südwestfalen für das Thema Elektrotechnik und Innovation im Graffiti-Zeitalter bekam. Die Maler- und Lackierinnungen führte einen alljährlichen Fassadenwettbewerb ein, über den Presse und Medien ausführlich berichten. Die Wirkung dieser medialen Berichterstattung hatte zur Folge, dass die Graffiti-Szene erkannte, dass es besser sei, sich an legalen Flächen zu vergreifen. Graffitischmierereien sind seitdem seltener geworden im Paderborner Stadtbild.

Für das Projekt »Farbenkult – Kunst am Bau« erhielt Dietmar Ahle den bundesweiten Hauptpreis der Initiative "Freiheit und Verantwortung" aus der Hand von Bundesratspräsident und Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Matthias Platzeck. Dass Schmierereien weitgehend aus dem Paderborner Stadtbild verschwunden sind, sei mit ein Verdienst von Dietmar Ahle, heißt es in der Laudatio. Bei der Prämierung legte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, besonderen Wert darauf, den Nutzen des gesellschaftlichen Engagements von Ahle für alle Beteiligten hervorzuheben. Er investiere als »Corporate Citizen« in sein gesellschaftliches Umfeld: Er schaffe Vertrauen, motiviere dadurch seine Mitarbeiter und erhöhe deren soziale Kompetenz, verbessere das Firmen-Image und gewinne als Arbeitgeber und Anbieter an Attraktivität.