Ausbildung

Ausbildung ist zentral für die Nachwuchssicherung der Unternehmen. Sie sichert entsprechend dem betrieblichen Bedarf ausgebildete Fachkräfte und trägt damit wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen bei. Diese erbringen einen enormen finanziellen, personellen und ideellen Einsatz für Ausbildung und investieren Jahr für Jahr rund 24 Mrd. Euro in ihre derzeit rund 1,6 Mio. Auszubildenden. Hinzu kommt ein Investment der Unternehmen von rund 27 Mrd. Euro pro Jahr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Zusätzlich zur betrieblichen Ausbildungsleistung engagiert sich die Wirtschaft rund um das Thema Ausbildung. Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände haben vielfältige Maßnahmen ergriffen, um das betriebliche Ausbildungspotenzial noch besser auszuschöpfen, Jugendliche über das vielfältige Berufsspektrum zu informieren und sich an gezielter Berufsvorbereitung und Berufsorientierung in Kooperation von Schule und Wirtschaft zu beteiligen.

Das Engagement der Wirtschaft wurde im Rahmen des „Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“, den Bundesregierung und Wirtschaft erstmals im Juni 2004 auf drei Jahre abgeschlossen haben und 2010 zum zweiten Mal verlängert haben, nochmals verstärkt. Der Ausbildungspakt wurde angesichts rückläufiger Bewerberzahlen stärker auf die Fachkräftesicherung und Ausbildungsreife ausgerichtet. Die Potenziale auf dem Ausbildungsmarkt sollen besser erschlossen werden. Die Paktpartner bekräftigen dabei das Ziel, auch weiterhin allen ausbildungsreifen und ausbildungswilligen Jugendlichen ein Angebot auf Ausbildung zu unterbreiten, das zu einem anerkannten Abschluss hinführt. Zu diesem Angebot zählen auch Einstiegsqualifizierungen. Dabei hat die Vermittlung in betriebliche Ausbildung Priorität. Zudem sollen verstärkt solche Jugendliche in den Blick genommen werden, die bisher Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung hatten (v. a. Altbewerber, Migranten, sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte Jugendliche). Das heißt vor allem, die Ausbildungsreife und Berufsorientierung zu verbessern sowie schwächere Jugendliche intensiver zu fördern. Zudem sollen auch mehr leistungsstarke Jugendliche für eine betriebliche Berufsausbildung gewonnen werden. Mit dem Pakt dokumentiert die Wirtschaft, dass sie Verantwortung für Ausbildung wahr nimmt.

Das Ausbildungsengagement der Wirtschaft ist dabei in erheblichem Ausmaß Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung für die junge Generation. Ausbildungspotenzial bleibt aber vielfach noch ungenutzt, insbesondere aufgrund einer mangelnden Ausbildungsreife vieler Schulabgänger. Entsprechende Verbesserung sind dringend erforderlich, um das Engagement der Wirtschaft zu sichern und zu unterstützen.