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BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München

Mit dem Social-Compliance-Programm soll sichergestellt werden, dass Lieferanten faire Arbeitsbedingungen bieten und Mindeststandards beim Umweltschutz einhalten

Bis ein Geschirrspüler, Kühlschrank oder Herd beim Konsumenten zu Hause steht, verarbeitet die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in ihren Produktionsstätten weltweit Tonnen an Stahl, Feinblechen und Kupfer, setzt kilometerweise Kabel und Schläuche ein – bevor die fertigen Geräte schließlich in Verpackungsmaterialien aus Styropor und Pappe ihre Reise antreten. Viele dieser Materialien bezieht die BSH aus einem internationalen Netz an Zulieferern. Wer Teil dieses Netzwerkes werden möchte, muss jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Denn als einer der weltweit führenden Hausgerätesteller ist die BSH von dem Anspruch getrieben, wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte ihres Handels in Einklang zu bringen. Hierzu setzt sie auf ein Nachhaltigkeitsmanagement, mit dem Ziel, weltweit zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen beizutragen.

Arbeitsintensive Prozesse bei Lieferanten, die beispielsweise Kunststoff-, Gummi- oder Metallteile herstellen, bergen jedoch ein hohes Risiko im Bereich der Arbeitssicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer. Deshalb hat die BSH 2013 das Social-Compliance-Programm eingeführt: Alle Zulieferer müssen fortan den Code of Conduct für Lieferanten der BSH-Gruppe schriftlich anerkennen. Damit verpflichten sie sich – unter Beachtung lokal geltender Gesetze und Bestimmungen – unter anderem zur Beachtung des Verbots von Zwangs- und Kinderarbeit, Antidiskriminierung und gerechter Entlohnung. Um sicherzugehen, dass diese Prinzipien auch eingehalten werden, finden Social Audits durch externe Zertifizierer statt. Dabei werden die relevanten Fertigungsstandorte des Lieferanten besichtigt und Interviews mit dem Standortmanagement geführt. Üblicherweise haben auch die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich zu Arbeitsbedingungen, Entlohnung und Mitspracherechte zu äußern. Die Ergebnisse des Audits inklusive eventuell erforderlicher Korrekturmaßnahmen werden nach einem vierstufigen Rating bewertet: kritisch, große Abweichungen, geringe Abweichungen und konform.

2013 hat die BSH mit der systematischen Auditierung ihrer rund 3.000 bestehenden Lieferanten von Produktionsmaterial begonnen. Vor allem von Herstellern elektrischer und elektronischer Teile aus China und der Türkei verlangte sie 2014 ein Social Audit.

Schon 2004 ist die BSH dem UN Global Compact beigetreten und unterzeichnete ein Jahr später den Verhaltenskodex des Verbands der europäischen Hausgerätebranche CECED. Wenn Sie mehr über das Verständnis der BSH von nachhaltiger Unternehmensführung oder ihrer Ziele in Sachen Umweltschutz erfahren möchten, dann werfen Sie einen Blick in den aktuellen BSH-Nachhaltigkeitsbericht.