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Europäische CSR-Allianz: Laboratory Demographic Change: BASF, Evonik, SAP und econsense starten mit 1. Dialog-Workshop in Berlin Tour quer durch Europa

Unter dem Titel "Demografischen Wandel in Europa gemeinsam gestalten" diskutierten rund 60 Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik beim 1. Dialog-Workshop am 11. Oktober 2007 in Berlin, wie die Herausforderungen der demografischen Entwicklung bewältigt werden können.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erörterten Prof. Thusnelda Tivig vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels gemeinsam mit Dr. Günter Krings, Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats für Nachhaltige Entwicklung, Ralf Becker, Vorstandssekretär IG Bergbau, Chemie, Energie, Dr. Hendrik Garz, Executive Director Extra-Financial Research der WestLB und Dr. Hartmut Lang, Leiter HR Strategie der BASF Aktiengesellschaft die Bedeutung einer abgestimmten Herangehensweise. "Die Chancen, die die künftige Entwicklung der Bevölkerungsstruktur mit sich bringt, können nur genutzt werden, wenn gemeinschaftlich und strategisch nach Lösungen gesucht wird", so Krings.

Eingeladen hatte econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V. gemeinsam mit BASF, Evonik Industries und SAP sowie weiteren Kooperationspartnern, die sich bereits im März 2007 zu einem Laboratory "Demographic Change" zusammengeschlossen haben. Eingebettet ist das Laboratory in die Allianz der Europäischen Kommission für Corporate Social Responsibility (CSR) - eine Partnerschaft von Politik und Wirtschaft, um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in Europa zu stärken.

Im Mittelpunkt des Laboratory "Demographic Change" stehen Dialog-Workshops, in denen gemeinsam mit Vertretern aller relevanten Stakeholdergruppen gezielt Probleme und künftige Handlungsfelder des demografischen Wandels in Europa identifiziert sowie konkrete Lösungen für eine nachhaltige Personalpolitik in Europa entwickelt werden sollen.

Mit dem ersten Dialog-Workshop in Berlin haben die BASF, Evonik, SAP und econsense den Startschuss für eine Workshop-Tour quer durch Europa gegeben. Ziel der Europatour ist es, landesspezifische Besonderheiten jeweils im Kontext europäischer Entwicklungen mit Stakeholdern zu diskutieren, "über den Tellerrand zu schauen" und neue Lösungskonzepte kennenzulernen. Unter der Schirmherrschaft von Vladimir Spidla, EU Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, werden im April 2008 die Ergebnisse der Dialog-Workshops mit dem Studienprojekt und einem darauf basierenden Online-Tool zur Ermittlung des regionalen Standortrisikos auf einer Konferenz in Brüssel offiziell präsentiert.

Wissenschaftlich begleitet wird das Laboratory vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels, eine Forschungseinrichtung des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung und der Universität Rockstock. "Unser gemeinsames Studienprojekt untersucht, wie sich der demografische Wandel auf regionale Standortfaktoren in Europa auswirkt. Bis 2030 wird die Bevölkerung in der EU 27 leicht wachsen, aber kräftig altern. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren wird hingegen nur leicht altern, dafür deutlich schrumpfen. Die Folge ist ein Nachwuchsmangel, der jedoch regional sehr unterschiedlich ausfallen wird. Die Zukunft des Standortfaktors Arbeitsmärkte bestimmt sich im Zusammenspiel von Demografie und Arbeitsmarktpartizipation", erläuterte Tivig in ihrem Impulsreferat.

Eine Dokumentation der Veranstaltung mit Vorträgen und Bildern finden Sie in Kürze unter www.econsense.de.

Quelle: econsense