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Handelsbeziehungen

Internationaler Handel gibt weltweit wichtige Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Gerade die Länder entwickeln sich am dynamischsten, die sich durch die Öffnung ihrer Märkte dem internationalen Wettbewerb stellen. Dies gilt für Entwicklungs- wie für Industrieländer: Diejenigen Entwicklungsländer, die sich in den vergangenen vier Jahrzehnten am stärksten geöffnet haben, konnten bei Wachstum und Wohlstand die größten Fortschritte erzielen. Durch die Integration der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft kann also auch Armut wirksam bekämpft werden.

Wichtigste Voraussetzung hierfür sind offene Märkte und klare, vorhersehbare sowie multilateral abgestimmte Regeln. Industrieländer stehen vor der Aufgabe, ihre Märkte den Produkten für Entwicklungsländer weiter zu öffnen. Die betrifft insbesondere den Agrarbereich. Entwicklungsländer sind ebenfalls gefordert, Marktschranken kontinuierlich abzubauen. Damit machen sie Waren und Dienstleistungen besser und billiger für Konsumenten und Produzenten verfügbar und leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Süd-Süd-Handels.

Der BDI setzt sich daher für die weltweite Öffnung der Märkte und die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen des internationalen Handels mit Gütern und Dienstleistungen ein. Eine hervorragende Chance dafür bietet die Doha Development Agenda. Bei diesen breit angelegten Verhandlungen wollen die WTO-Mitgliedstaaten einen umfassenden Abschluss über den weltweiten Abbau von Handelshemmnissen und die Ausweitung sowie Verbesserung der multilateralen Handelsregeln erzielen.

Regelmäßig tragen handelspolitischen Maßnahmen auch dazu bei, gesellschaftspolitische Zielen im Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz zu erreichen, z. B. indem durch Zollsenkungen und Bürokratieabbau an der Grenze neueste Umwelttechnik bezahlbar wird. Eine wichtige Aufgabe ist es, die Kohärenz zwischen internationaler Umwelt- und Sozialpolitik und den Handelsregeln sicherzustellen. Doch dürfen Umwelt- und Sozialstandards keinen Vorwand für Protektionismus bieten.