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J. Schmalz GmbH, Glatten

Ganzheitlicher betrieblicher Umweltschutz bei der J. Schmalz GmbH

Schmalz stellt Vakuum-Handhabungssysteme und dazugehörige Komponenten her. Der Standort ist nach EMAS validiert und nach ISO 14001 zertifiziert. Der betriebliche Umweltschutz ist in der Geschäftsführung und der Stelle des Beauftragten für Qualität und Umwelt personell verankert. In die Energieversorgung des Betriebs sind 2 Windkraftanlagen, eine Hackschnitzelfeuerung (CO2-neutral) und eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung eingebunden. Das Bürogebäude ist nach dem Niedrigenergiestandard ausgeführt. Die Toilettenspülungen und Außenbewässerung werden aus einem Rückhaltebecken für Regenwasser gespeist. Die Mitarbeiter erhalten in der Schmalz Academy regelmäßig Schulungen zum betrieblichen Umweltschutz.

Das Unternehmen wurde 2000 mit dem Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im letzten Jahr wurde am Standort ein Öko-Lehrpfad eingerichtet, der in einem geführten Rundgang Externen Einblick in den betrieblichen Umweltschutz bei Schmalz gewährt ("gläserne Produktion"). Über 400 Besucher haben bisher an der Führung teilgenommen.

Schmalz hat auf den Mangel an Ausbildungsplätzen reagiert und sein Angebot kontinuierlich erhöht. Heute wird die vorbildliche Ausbildungsquote von über 15 % erreicht. In 2003 wird erstmals eine Stelle für ein freiwilliges ökologischen Jahr angeboten, das mit 8 Bewerbungen bei den Jugendlichen auf große Resonanz stößt.

In der Lackiererei wird eine emissionsarme Pulverbeschichtungstechnik eingesetzt. Dort wo dies fertigungstechnisch möglich ist (Sägen) wurde auf Minimalmengenkühlschmierung umgestellt, um den Kühlschmiermittelumlauf und -verbrauch herabzusetzen. Die Teilereinigung zur Vorbereitung auf die Lackierung erfolgt mit heißem Wasser und fast ohne organische Lösemittel (2 % Lösemittelzusatz). Die konsequente Mülltrennung hat zu Erlösen aus dem Wertstoffverkauf geführt und die Restmüllmenge reduziert. Über 99 % des Abfalls wird dem Recycling zugeführt. Von Schmalz Mitarbeitern werden regelmäßig Audits bei Zulieferern durchgeführt, in dem auch der betriebliche Umweltschutz in die Bewertung einfließt. Bei der Produktentwicklung ist die Umweltverträglichkeit fester Bestandteil des Pflichtenhefts. Für einzelne Komponenten wurden Life-Cycle-Analysen durchgeführt.

Bei der Firma Schmalz ist die Symbiose zwischen Ökologie und Ökonomie geglückt. Dies zeigt die wirtschaftliche Entwicklung: Seit 1990 hat sich die Mitarbeiterzahl von 50 auf heute 260 mehr als verfünffacht. Selbst in den schwierigen Jahren seit 1999, damals waren 170 Mitarbeiter beschäftigt, ist die Firma kräftig gewachsen. Die Anstrengungen von Schmalz sind durch die Bereitschaft, Externen in Führungen Einblicke in die betriebliche Leistungserstellung zu gewähren, glaubwürdig. Das Unternehmen zeigt mit seiner vorbildlichen Ausbildungsquote und dem Angebot eines freiwilligen ökologischen Jahrs soziale Verantwortung.

Schmalz hebt sich durch ein ganzheitliches, die gesamte betriebliche Leistungserstellung erfassendes Nachhaltigkeitsmanagement hervor, das auch nach außen transparent gemacht wird. Es schließt durch den wirtschaftlichen Erfolg und das Bewusstsein gesellschaftlicher Verantwortung neben der Ökologie auch die ökonomische und soziale Dimension in das unternehmerische Handeln ein.

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