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Kapitalmarkt

Shareholder-Value und CSR stehen im Einklang. Zunehmend legen Anlegergruppen an den Börsen Wert auf Unternehmen, die auf soziale und ökologische Belange achten und so das Investment langfristig erfolgreich und tragfähig machen. Vielfach sind Unternehmen, die sich einer nachhaltigen Entwicklung verpflichten, sehr innovativ und verfügen über ein besseres Risikomanagement als ihre Wettbewerber.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Indizes, die aus verschiedenen Branchen diejenigen Unternehmen auswählen, die besonders sparsam mit Ressourcen umgehen, ethische Grundsätze einhalten und besonders sozial verantwortlich mit ihren Mitarbeitern umgehen. Hierzu gehören die Dow Jones Sustainability-Indizes und die FTSE4Good-Serie. Der politische Einfluss dieser Ratings ist nicht unerheblich, auch wenn der messbare Einfluss auf den weltweiten Kapitalmärkten noch gering ist.

Dow Jones Sustainability Indexes

In Kooperation mit Dow Jones Indexes und STOXX Limited publiziert und lizenziert SAM Group die im September 1999 – als erste globale Sustainability Benchmarks – lancierten Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI). Auf Basis des Know-hows der anerkannten Indexanbieter Dow Jones und STOXX sowie der langjährigen Sustainability Expertise von SAM bietet die DJSI Familie einer steigenden Zahl von Vermögensverwaltern objektive und professionelle Benchmarks für Sustainability Investments. Grundlage der Indizes ist SAM's Corporate Sustainability Assessment und damit die Identifikation weltweiter Sustainability Leader anhand ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien.

Die Familie der Dow Jones Sustainability Indexes umfasst eine Reihe globaler und eine Reihe europäischer Indizes. Beide bestehen aus einem umfassenden und mehreren spezialisierten Sustainability-Indizes.

Die FTSE4Good Indexserie

Der globale Indexanbieter FTSE Group hat seit Juli 2001 die FTSE4Good Indexserie am Markt. Die Reihe nachhaltiger Indizes bildet das soziale, ökologische und ethische Verhalten von Unternehmen ab. Damit erfüllt FTSE die wachsende Nachfrage der Investoren, die die Sozialverantwortlichkeit von Firmen (Corporate Social Responsibility/CSR), in die sie investieren, messen wollen.

Durch die Zunahme sozialverantwortlicher Investments (Socially Responsible Investment/SRI) ist die Notwendigkeit, den Zusammenhang zwischen sozialverantwortlicher Unternehmensführung und Shareholder Value zu verstehen, in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die FTSE4Good Indizes identifizieren und reflektieren diesen Zusammenhang.

Die FTSE4Good Serie setzt sich aus Unternehmen zusammen, die entweder Teil des FTSE All-Share Index (UK) oder des FTSE All-World Developed Index sind. Derzeit ist der FTSE4Good UK der einzige Index, der auch Aktien kleiner Unternehmen (Small Caps) umfasst. Die anderen Indizes (Europa, USA, Japan und Global) enthalten nur große und mittlere Unternehmen (Large und Mid Caps).

Für jede Region, außer Japan, gibt es zwei Indizes: eine breite Benchmark zur Abbildung des Marktes und einen handelbaren Index, der sich für die Auflage von Investmentprodukten eignet. Letzterer umfasst nur die 50 (UK, Europa) oder 100 (USA, Global) größten Unternehmen der zugehörigen Benchmark, die wiederum alle Unternehmen enthält, die sich für die Aufnahme in die nachhaltige Reihe qualifizieren. Für Japan gibt es bislang nur einen Benchmark-Index.

Um in die Indexserie aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen offen legen, wie sie die wesentlichen sozialen und ökologischen Risiken ihres Geschäfts identifizieren, managen und ihre Aktionäre und Interessengruppen (Stakeholder) darüber informieren.

Die Firmen müssen hierfür eine Reihe von CSR-Kriterien erfüllen, die auf drei breit angelegten Prinzipien basieren:
  • Aktivitäten zur ökologischen Nachhaltigkeit
  • Entwicklung positiver Beziehungen mit Stakeholdern
  • Beachtung universeller Menschenrechte.

FTSE arbeitet seit 1997 mit UNICEF zusammen und spendet die Lizenzeinnahmen der FTSE4Good Serie für die Finanzierung von UNICEF-Projekten.

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