Schriftgröße:
  • +
  • -

Merck KGaA

Das Übernehmen von Verantwortung – die „Corporate Responsibility“ – ist bei Merck keine Modeerscheinung, sondern seit Generationen eine tägliche Verpflichtung. Zu den Kernprojekten unseres unternehmensweiten Engagements gehört die Bekämpfung der Bilharziose.

Als Familienunternehmen blickt Merck auf eine lange Tradition gesellschaftlichen Engagements zurück: Unsere Wurzeln reichen bis in das Jahr 1668 – damit sind wir das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Merck versteht sich als Teil der Gesellschaft, an den einzelnen Standorten wie auch global. Es gehört zu unserer Unternehmenskultur, dass wir über unsere Produkte hinaus Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Im Leitbild der Merck-Gruppe heißt es: „Wir streben nach Anerkennung unseres Unternehmens in der Gesellschaft“. Diese Anerkennung wollen wir durch unseren Einsatz für unsere Mitarbeiter, für die Umwelt sowie zahlreiche freiwillige außerbetriebliche Initiativen zugunsten der Gesellschaft erwerben.

Unser unternehmensweites Engagement haben wir im Hinblick auf die globalen Herausforderungen gebündelt und steuern es zentral – mit einem klaren Bezug zum Geschäft. Indem wir gezielt unsere Kernkompetenzen einbringen, kann unser Engagement seine Wirkung optimal entfalten.

Bekämpfung der Bilharziose
Merck unterstützt das Millenniumsziel der Vereinten Nationen, bis Mitte des nächsten Jahrzehnts deutliche Fortschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten zu machen und unentbehrliche Arzneimittel zu erschwinglichen Preisen anzubieten.

Daher hat Merck im April 2007 mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Partnerschaft geschlossen, um die Bilharziose vor allem bei afrikanischen Schulkindern zu bekämpfen – das „Merck-Praziquantel-Spendenprogramm“ (MPDP – Merck-Praziquantel-Donation-Program). In den nächsten zehn Jahren stellt Merck 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel kostenlos bereit, was einem Wert von ca. 80 Millionen US Dollar entspricht.

Nach der Malaria ist die durch Würmer verursachte Bilharziose die in Afrika am weitesten verbreitete Tropenkrankheit, unter der vor allem Kinder zu leiden haben. Sie führt zu Blutarmut (Anämie), vermindert das Wachstum (Stunting) und schränkt die Lernfähigkeit ein. Weltweit sterben bislang jährlich etwa 200.000 Menschen an dieser tückischen Krankheit, verursacht von den als „Pärchenegeln“ bezeichneten Schistosomen.

Der Wirkstoff Praziquantel ermöglicht die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose-Infektionen – oft bereits nach einmaliger Verabreichung – und ist zudem sehr gut verträglich. Die WHO setzte ihn deshalb auf ihre Liste unentbehrlicher Arzneimittel. Merck hat den Wirkstoff in den 1970er Jahren gemeinsam mit Bayer entwickelt.

Das Abkommen ermöglicht binnen zehn Jahren die Behandlung von 27 Millionen afrikanischen Schulkindern. Die von uns gespendeten Tabletten werden in unserem Werk in Mexiko produziert und über die WHO direkt vor Ort an Schulkinder verabreicht.