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Otto Group

„Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn jeder bereit ist, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen. Wir richten unsere Unternehmenspolitik am Prinzip der Nachhaltigkeit aus und verbinden so ökonomisches Handeln mit der Förderung ökologischer und sozialer Ziele.“ (Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group)

Umweltschutz ist bei OTTO seit Mitte der 80er Jahre ein ausdrückliches Unternehmensziel und wird seit Anfang der 90er Jahre im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagementsystems systematisch betrieben. Die Hauptaktivitäten richten sich auf Einsparung von Verpackungsmaterial, die Reduktion klimarelevanter CO2-Emissionen im Transportbereich sowie die Nutzung nachhaltig erzeugter Rohstoffe. Insbesondere Holz für das Möbelsortiment und die Katalogproduktion sowie Baumwolle für Textilien werden aus nachhaltigem Anbau bevorzugt. So ist OTTO in Deutschland führend im Angebot von Produkten aus Bio-Baumwolle sowie von Produkten aus FSC-zertifiziertem Holz.
Soziale und ökologische Ziele zu erreichen, ist für die Otto Group genauso Teil des Geschäftsauftrags wie der wirtschaftliche Erfolg. Daher übernimmt die weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe Verantwortung für ihre Aktivitäten und hat dabei die gesamte Wertschöpfungskette im Blick. Diese beschreibt den Weg der Waren von der Gewinnung der Ressourcen über ihre Verarbeitung zum fertigen Produkt und dessen Vertrieb bis hin zur Nutzung und Entsorgung durch den Konsumenten. Mit diesem ganzheitlichen Anspruch richtet die Otto Group all ihre Kerngeschäftsprozesse nachhaltig aus.

Die Grundlage für das nachhaltige Handeln der Otto Group lautet „impACT“. Mit diesem Nachhaltigkeitsmanagementprozess verknüpft die Otto Group die unerwünschten Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit (impact) mit dem daraus abgeleiteten Handeln (act). impACT verfolgt eine ganzheitliche Betrachtung und hilft, finanzielle und personelle Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung für Nachhaltigkeit entfalten. Dieser Prozess umfasst drei Schritte von der Priorisierung der Themen über die Maßnahmenentwicklung und -bewertung bis zur Umsetzung unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie 2020.

Nachhaltigkeitsstrategie 2020

Die Ergebnisse und Erkenntnisse des impACT-Prozesses fließen direkt in die Otto Group Nachhaltigkeitsstrategie 2020 ein. Diese wurde im Jahr 2012 vom Vorstand der Otto Group verabschiedet und umfasst fünf Teilstrategien mit folgenden Inhalten: die schonende Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen (Textilien-, Möbel- und Papierstrategie), die Einhaltung von Sozialstandards bei Lieferanten in der Endfertigung (Sozialprogramm) und die Verbesserung der CO2-Bilanz an den eigenen Standorten sowie der Beschaffungs- und Distributionstransporte (Klimastrategie). Für die Einhaltung von Sozialstandards und Regeln zu Umweltschutz, Arbeitssicherheit und -gesundheit hat die Handels- und Dienstleistungsgruppe zudem Verhaltenskodizes verabschiedet.

Code of Conduct

Entsprechend ihrer Beschaffungsstruktur hat die Otto Group zwei Codes of Conduct mit festgeschriebenen Sozialstandards eingeführt: einen für Handelsware und einen für Nicht-Handelsware und Dienstleistungen.

Der Verhaltenskodex für Handelsware wurde bereits 1996 entwickelt und basiert unter anderem auf den Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) und relevanten UN-Konventionen gegen Kinderarbeit und Geschlechterdiskriminierung. Weitere inhaltliche Bestandteile sind die Vorgaben der BSCI und die Richtlinien für multinationale Unternehmen von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Lieferanten und Geschäftspartner verpflichten sich mit Aufnahme der Geschäftsbeziehung zur Otto Group, die Standards nicht nur in ihren Betrieben einzuhalten, sondern sie auch bei ihren Unterauftragnehmern sicherzustellen. Die Verhaltenskodizes bilden zudem die Legitimation, um die Einhaltung der Standards bei allen Handels- und Geschäftspartnern zu prüfen.

Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Otto Group einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ihre vielfältigen Kompetenzen, ihre Erfahrungen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Engagement fördern die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe.

Als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“ will die Otto Group jedem Mitarbeiter – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität – gleiche Chancen bieten. Vielfalt ist zudem wichtig, um die Komplexität des digitalen Wandels innovativ nutzen zu können. Deswegen setzt das konzernweite Diversity Management auf die entsprechenden individuellen Perspektiven und Fähigkeiten von allen Mitarbeitern.

Die Otto Group bietet neben Aus- und Weiterbildungen beispielsweise an der Otto Group Academy mit dem „Boost your Career“- und dem Mentoring-Programm eine spezielle Förderungen von Frauen im Beruf an. Dazu kommt ein umfangreiches betriebliches Gesundheitsmanagement. Mit der OTTO Fitnesslounge, den Gesundheitskursen und zahlreichen weiteren Angeboten im aktiv.net trägt der Konzern dazu bei, dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen und gesund bleiben.

Engagement, Mitgliedschaft und Allianzen

Um die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der globalen Lieferkette besser vorantreiben zu können, beteiligt sich die Otto Group an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Initiativen, ist Mitglied in diversen Organisationen und steht in regem Austausch mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Hier ein Überblick:

Michael Otto Stiftung für Umweltschutz - Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz setzt sich für zukunftsweisende Perspektiven im Umwelt- und Naturschutz sowie für eine nachhaltige Entwicklung ein. Ihr Ziel ist es, eine lebenswerte Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Aid by Trade Foundation - Die Aid by Trade Foundation wurde 2005 von Dr. Michael Otto gegründet und ist seither eine von der Otto Group unabhängig agierende Stiftung. Mit der Initiative „Cotton made in Africa“ will sie durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ziel ist es, den afrikanischen Baumwoll-Kleinbauern durch effizientere Anbaumethoden zu einem besseren Leben zu verhelfen und die Umwelt in den Anbauregionen zu schützen.

The Young ClassX - The Young ClassX ist ein einzigartiges Jugendmusik-Projekt für Kinder und Jugendliche in Hamburg, das von der Otto Group und dem Musik-Ensemble „Salut Salon“ initiiert wurde. Es steht in enger Kooperation mit vielen relevanten Partnern, wie z.B. der Elbphilharmonie oder der Behörde für Schule und Berufsbildung. The Young ClassX führt Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise an die Tradition der klassischen Musik heran. Sie können sich in einem der Stadtteilchöre engagieren, ein Instrument erlernen, im Orchester spielen oder einfach nur zuhören.

BSCI – Die Business Social Compliance Initiative (BSCI), zu der weltweit über 1.500 Unternehmen zählen, wurde von der Otto Group mitgegründet. Ziel der BSCI ist die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der internationalen Wertschöpfungskette.

Textilbündnis – Seit Juni 2015 ist die Otto Group Mitglied in dem von der deutschen Bundesregierung initiierten Bündnis für nachhaltige Textilien. Das Textilbündnis besteht aus Vertretern von Industrie, Handel, Nicht-Regierungsorganisationen und Politik. Ziel ist es, die sozialen und ökologischen Standards entlang der globalen textilen Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern. 2017 hat die Otto Group ihre Roadmap mit individuellen Zielsetzungen veröffentlicht.

CPI2 – Die Carbon Performance Improvement Initiative (CPI2) wurde 2012 auf Initiative der Otto Group zusammen mit sieben weiteren deutschen Handelsunternehmen gegründet. Sie unterstützt Lieferanten dabei, die negativen ökologischen Auswirkungen zu minimieren und hilft Fabriken bei der verbesserten Nutzung von Energie, Wasser und Chemikalien.

Bangladesh Accord – Die Otto Group ist Unterzeichner des Gebäude- und Brandschutzabkommens für Textilfabriken in Bangladesch (Bangladesh Accord), das gemeinsam mit den weltweiten Gewerkschaftsdachverbänden IndustrieALL und UNIGlobal, der Clean Clothes Campaign (CCC), dem Workers Right Consortium (WRC), nationalen Gewerkschaften und wesentlichen internationalen Unternehmen des Textilsektors entwickelt wurde.

Forrest Stewardship Council© (FSC)Die gemeinnützige Organisation setzt sich dafür ein, Wälder durch die Förderung einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft zu erhalten. Seit 2006 ist die Otto Group Mitglied in der Organisation.

Stiftung 2° - Die 2007 von Dr. Michael Otto initiierte Stiftung vereint namhafte Unternehmensführer, die sich für einen ambitionierten Klimaschutz einsetzen. Die Stiftung 2° hat sich das Ziel gesetzt, die Politik bei der Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz zu unterstützen und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen für den Klimaschutz zu aktivieren. Im Mittelpunkt steht das eine große Ziel, das der Initiative auch ihren Namen gab: Die durchschnittliche globale Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken.