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Projekt „KidsKlinik – Wir putzen sie heraus!“

Die im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. organisierten Mitgliedsverbände Deutscher Stuckgewerbebund und Fachverband Deutsches Fliesengewerbe haben gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Deutsche Kinderhilfe Direkt e. V. das Kooperationsprojekt „KidsKlinik –Wir putzen sie heraus!“ initiiert und entwickelt.

Die Idee ist es, eine neue Form des Sozialsponsorings zu etablieren, mit dem sich das Baugewerbe positiv in der Öffentlichkeit positionieren kann.

Projektdetails

„KidsKlinik – Wir putzen sie heraus!“ funktioniert auf zwei Ebenen: Zum einen beteiligen sich Meisterschulen und Ausbildungszentren der Verbände des Baugewerbes und stellen kostenlos Arbeitskräfte zur Verfügung. Baustoffhersteller liefern kostenlos Baumaterialien. Zum anderen werden in besonderen Aktionen weitere Spenden gesammelt, um die Kliniken zusätzlich mit Spielzeug, Büchern oder Mobiliar auszustatten. Zusätzliche Öffentlichkeit soll helfen, weitere Partner zu finden. An dem Projekt können sich alle interessierten Unternehmen der Branche beteiligen.

Nach einer Vorlaufzeit von nur drei Monaten, in denen die Kooperationspartner das Konzept entwickelten und erste Stationen für das Jahr 2004 festlegten, startete das Projekt offiziell am 1. April 2004 in der Kinderklinik Bochum. Dort fand die erste kinderfreundliche Renovierungsmaßnahme von KidsKlinik statt. Am 19. Januar 2005 konnte Bundespräsident a. D. Roman Herzug als Schirmherr der Aktion das zweite fertiggestellte Projekt in Heilbronn übergeben. Weitere Projekte werden in Leer/Niedersachsen, Düsseldorf/NRW, Berlin und Nürnberg/Bayern realisiert.

Der Nutzen des Projektes lässt sich schnell nachvollziehen. Hier werden die Kinderkliniken bzw. Kinderstationen, die sich solche Maßnahmen nicht leisten können, kinderfreundlich hergerichtet. Das Projekt ist langfristig angelegt, da es bundesweit agiert und zahlreiche Kinderkliniken auf Unterstützung angewiesen sind.

Pressemitteilungen und Presseeinladungen, sowie die Organisation von Pressekonferenzen werden vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. und der Deutschen Kinderhilfe Direkt e. V. gemeinsam vorbereitet. Die bisherige Resonanz der Berichterstattungen lässt darauf schließen, dass das Projekt positive Ausstrahlung hat und weitere Interessenten findet.

Die Signalwirkung, die von diesem Projekt ausgeht, ist hervorzuheben. Eine kindgerechte Umgebung, ein Farbkonzept, Spielmöglichkeiten, Abwechslung von der Krankheit, werden von den Kostenträgern als Luxus angesehen und sind nicht finanzierbar. Die Trägerverbände geben den Mitgliedsunternehmen durch ein schlüssiges Konzept die Möglichkeit, konkret vor Ort zu helfen.

Gerade kleinen Handwerksunternehmen mangelt es oft an der nötigen Werbe- und Öffentlichkeitsstrategie. Hier können sie sich lokal bzw. regional positiv darstellen, da immer Krankenhäuser in der entsprechenden Region renoviert werden, so dass der Kundenstamm den Einsatzort meist persönlich kennt und sich sogar von den Maßnahmen überzeugen kann. Außerdem geht es nicht in erster Linie um finanzielle Beteiligung der Unternehmen, sondern um die Arbeitsleistung des Meisters und der Angestellten, die natürlich einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellt. Alle Arbeiten werden zusätzlich zur regulären Arbeitszeit ausgeführt. Die direkte Beteiligung an den Renovierungsmaßnahmen schafft Identifikation mit dem Unternehmen und der Arbeit. Durch die Besonderheit des Einsatzes – die Aufgaben verlangen hohe Selbständigkeit und auch Kreativität – erfährt der Ausführende eine neue Seite seines Handwerks fernab von jeder Routine.

Durch den Einsatz vieler mittelständischer Unternehmen kann es gelingen, die noch verbliebenen rund 400 Kinderkliniken in Deutschland durch bürgerschaftliches Engagement zu kinderfreundlichen Einrichtungen zu machen, in denen mehr als die bloße medizinische Betreuung der Kinder möglich sein wird.