Umweltschutz

Durch die fortschreitende Globalisierung sind Unternehmen heute mehr den je gefordert, im weltweiten Wettbewerb Schritt zu halten. Die deutsche Wirtschaft wird dieser Herausforderung gerecht und hat als Vizeweltmeister im Export seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt. Um diese Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten ist es für die Unternehmen aufgrund der zunehmenden Komplexität der Weltwirtschaft notwendig, ihre Unternehmensziele nicht nur auf die Kunden, sondern auch auf Zulieferer, Wettbewerber, und anderen Stakeholdern auszurichten. Dazu gehören auch alle, die wie die Unternehmen Umweltressourcen nutzen. Auch multinational tätige Unternehmen müssen gewährleisten, dass sie möglichst ressourcenschonend arbeiten, internationale Standards einhalten und nationales Recht beachten.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland ein enorm hohes Umweltschutzniveau mit den dazugehörigen hohen Umweltschutzstandards erreicht. Neben hunderten von Umweltvorschriften, die von Unternehmen einzuhalten sind und vielen unternehmerischen Einzelinitiativen und Projekten spielen Selbstverpflichtungen eine wichtige Rolle. So wird kosteneffiziente mit umweltschonender Produktion vereinbar, die Herstellung von qualitativ hochwertigen und gleichzeitig umwelt- sowie gesundheitsgerechten Produkten wird möglich.

Prozessbezogener Umweltschutz

Nachhaltige Entwicklung ist nicht mehr aus dem Vokabular und dem Handeln der deutschen Industrie wegzudenken. Umwelt ist kein kostenloses Gut, eine intakte Umwelt ist eine wesentliche Voraussetzung auch für die für industrielle Produktion.

Allein im Jahr 2000 hat das deutsche Produzierende Gewerbe 5,8 Mrd. € in den additiven Umweltschutz investiert und einen Großteil der im Jahr 1999 erhobenen umwelt- und ressourcenorientierten Steuern und Gebühren (55,8 Mrd. €) aufgebracht. Darüber hinaus tätigen Unternehmen immer häufiger Investitionen in den integrierten Umweltschutz bzw. achten darauf, dass hohe Umweltstandards integraler Bestandteil ihrer Anlagen und Prozesse sind.

Verkehrsbezogener Umweltschutz

Für die deutsche Wirtschaft ist die Vereinbarkeit von Verkehr und Umwelt ein zentrales Thema. Sie bekennt sich zu ihrer Verantwortung bei der Verringerung negativer Auswirkungen unserer modernen Mobilität. Dies wird auch in Publikationen, wie z. B. der BDI-Position zu einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik (5/04): „Mobilität stärken, Umwelt schonen, Wachstum sichern“ deutlich (10/09). Bei allen Verkehrsträgern werden größte Anstrengungen zur Steigerung von Effizienz und Klimaverträglichkeit unternommen. Deutschland ist Vorreiter für mehr CO2-Effizienz.

Deutsche Unternehmen bieten bereits jetzt eine Vielzahl innovativer Lösungen, deren Entwicklung und Anwendung weiter gefördert werden sollte. Der bestehende Instrumentenmix muss auch künftig eingesetzt und weiterentwickelt werden. Denn mit wirksamen und kosteneffizienten Instrumenten konnten breits erhebliche Erfolge erzielt werden. Sinnvolle Anreize wie lärm- und emissionsabhängige Entgelte im Luftverkehr, die emissionsabhängige Spreizung der Lkw-Maut sowie Förderinstrumente beispielsweise zur Anschaffung moderner Nutzfahrzeuge. Zusätzliche Instrumente müssen einen klaren Mehrwert im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Kosteneffizienz bieten. Sie müssen Innovationen fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken.