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UN Global Compact

Der UN Global Compact ist ein weltweiter Vertrag, der zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen wurde, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Initiiert wurde der Pakt von UN-Generalsekretär Kofi Annan in einer Rede anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jahr 1999. Ziel des Vertrages ist es, einen weltweiten Beitrag zu nachhaltigem Wachstum und zu vorbildlichem Handeln von Seiten der Unternehmen zu leisten. Zugleich ist der Global Compact ein Versuch, Unternehmen auf freiwilliger Basis in die Umsetzung internationaler Rechtsnormen einzubinden. Er basiert auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den ILO-Kernarbeitsnormen sowie der Agenda 21.

Die insgesamt zehn Grundprinzipien fordern die beteiligten Unternehmen auf, sich bei ihren weltweiten Aktivitäten verstärkt für die Berücksichtigung der Kernwerte im Bereich der Menschenrechte, Arbeitsrechte und Umweltstandards einzusetzen. Unternehmen sollen sich nach diesen allgemein anerkannten Normen richten und so das Vertrauen in die Strukturen der Weltwirtschaft stärken.

Seit ihrer Gründung durch UN-Generalsekretär Kofi Annan sind der Initiative weltweit bereits mehr als 5 000 Unternehmen beigetreten, davon über 150 aus Deutschland. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft begrüßen es, wenn sich möglichst viele deutsche Unternehmen an dieser Initiative beteiligen. Allerdings ist der Beitritt zum Global Compact nicht Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln der Unternehmen, sondern nur ein mögliches Ergebnis.