Reha-Verbund-Sucht im Lahn-Dill-Kreis

Die Erfolgsaussichten steigen, wenn auf Rehabilitation die Integration folgt

Im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis waren 2005 etwa 8000 Einwohner von einer behandlungsbedürftigen Suchtproblematik betroffen. Die Bewältigung des täglichen Lebens stellt für diese Menschen eine besondere Herausforderung dar, ebenso der Erhalt oder die Wiedererlangung ihrer sozialen und beruflichen Integration.

Was aber wäre nun, wenn diesen Mitmenschen mit Abhängigkeitserkrankungen eine integrierte Hilfestellung geboten wird, die darauf abzielt, direkt verschiedene (Re-)Integrationsschritte parallel zu gehen? Genau diese Frage führte vor fünf Jahren zur Gründung des Reha-Verbunds-Sucht im Lahn-Dill-Kreis. Unter diesem Namen schlossen sich das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., die Suchthilfe Wetzlar e.V., das Diakonische Werk Dillenburg-Herborn, die Klinik Eschenburg, der Verein Arbeits- und Erziehungshilfe mit Fachklinik und Übergangseinrichtung in Waldsolms und die Arbeitsloseninitiative im Lahn-Dill-Kreis (WALI) zusammen. Unterstützt wird der Verbund durch die Agentur für Arbeit, die ARGE und den Lahn-Dill-Kreis. Gemeinsam wurde in der Folge eine Verzahnung von medizinischer, sozialer und beruflicher Rehabilitation erreicht, an deren Ende für den Betroffenen neben der gesundheitlichen Genesung optimal auch eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt steht.

Der SGBII-Träger Lahn-Dill-Arbeit GmbH motiviert und überweist von Suchtproblematiken Betroffene an die Suchthilfeeinrichtungen zwecks weitergehender Hilfen. Im Gegenzug motivieren und unterstützen die Suchthilfeeinrichtungen ihre stabilisierten Klienten dabei, entsprechende Eingliederungshilfen zur sozialen und beruflichen Integration wahrzunehmen. Während des gesamten Integrationswegs arbeiten die Reha-Verbund-Einrichtungen eng und transparent im Interesse ihrer Kunden zusammen.

Kernaufgaben des Bildungswerks im Verbund sind die Feststellung der beruflichen Eignung (berufliche Eignungsanalyse bEA), die Durchführung und Vermittlung in berufliche Qualifizierung und –Rehabilitation (berufliche Integration von Menschen mit Suchtproblematiken bIS) und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Erste Erfolge
  • Aufstockung der Zuwendungsverträge für die Beratungsdienste Dillenburg / Wetzlar durch den Landkreis um je 50.000 € pro Jahr zur Personalergänzung
  • Aufbau eines Schnittstellen- und Kontraktmanagements
  • monatlicher Fachaustausch zwischen ARGE und Suchthilfe
  • Abschluss von Leistungs- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen 2006
  • Aufbau eines einheitlichen Monitorings „Sucht“ für den Lahn-Dill-Kreis
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