25.02.2020

Das Meister-Bafög wird verbessert!

Der Bundestag hat die Novellierung des Meister-Bafögs – formal: Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – beschlossen. Der Bundesrat wird sich Mitte März mit der Novelle befassen. Damit sollen die Leistungen ab dem 1. August 2020 spürbar erhöht werden. Auch die BDA hat sich dafür stark gemacht.
Mit der Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG, sogenanntes „Meister-Bafög“ oder „Aufstiegs-Bafög“) sollen sowohl die Fördermöglichkeiten als auch die Leistungen des AFBG ab dem 1. August 2020 deutlich erweitert werden. Dies soll dabei dezidiert nicht nur für Aufstiegsfortbildungen gelten, die sich den drei neuen Fortbildungsstufen nach dem novellierten Berufsbildungsgesetz (BBiG) zuordnen lassen, sondern auch für nicht-gestufte Fortbildungen. Auch diese sollen bei einer Förderung von der neuen Leistungshöhe profitieren.

Die Verbesserung des „Meister-Bafögs“ stärkt die berufliche Bildung in Deutschland und macht Aufstiegsfortbildungen zur Meisterin, zum Fachwirt oder zur Technikerin für Interessierte und Unternehmen noch attraktiver. Das ist ein wichtiges und richtiges Signal. Auch die BDA hat sich dafür eingesetzt und hat den Novellierungsprozess eng begleitet. Sollte die Verbesserung des Förderinstruments zudem – wie im Gesetzentwurf kalkuliert – zu einer Erhöhung der Förderfälle von zurzeit ca. 165.000 im Jahr (Stand 2017) um „etwa 17.000“ führen, wäre dies zur Fachkräftesicherung in Deutschland überaus zu begrüßen.

Ziel muss nun eine einheitliche Anwendung und Auslegung der Förderkriterien auf Länderebene sein. Hier bestanden bisher große und in der Sache nicht begründete Unterschiede.

Die wichtigsten Verbesserungen im Überblick:
  • Erhöhung des nicht zurückzuzahlenden Zuschussanteils zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (inkl. Meisterstück) von 40 % auf 50 %
  • Erhöhung des Darlehenserlasses bei Bestehen der Prüfung von 40 % auf 50 %
  • vollständiger Darlehenserlass für erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen bei einer Existenzgründung
  • Vollzuschuss bei der Unterhaltsförderung für Vollzeitgeförderte
  • Ermöglichung einer Mehrfachförderung von Aufstiegsfortbildungen auf jeder der drei Fortbildungsstufen einmal, unter bestimmten Umständen auch zweimal
  • Erweiterung des Begriffs des „Unterrichts“ explizit um virtuelle Unterrichtsformen
  • Zudem plant die Bundesregierung ab dem 1. Januar 2023 das Darlehen analog zum BAföG für Studierende und Schüler/innen zinsfrei zu stellen.

Weitere Infos: www.aufstiegs-bafoeg.de