In dem über drei Jahre (2019-2022) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt ETAPP wird mit Unterstützung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Arbeitsgemeinschaft der Bildungswerke der Deutschen Wirtschaft (ADBW) daran gearbeitet, einen branchen- und bundeslandübergreifendes Konzept für einen modularisierten Teilqualifizierungsstandard nach akademischen, praxisrelevanten und bildungspolitischen Erkenntnissen zu entwickeln und arbeitsmarktverwertbare berufsanschlussfähige modulare Teilqualifizierungen (TQ) zu etablieren.

Wirken Sie aktiv mit bei der Entwicklung und Erprobung neuer arbeitsmarktnaher TQ-Module!
Wir laden Sie herzlich ein zur Auftaktveranstaltung:

"Kompetenzen von heute für morgen nutzen - Berufsanschlussfähige Teilqualifizierung im Spannungsfeld zwischen Praxis und Theorie"

am 23. Januar 2020
im Haus der Deutschen Wirtschaft Berlin.

Eine modularisierte Teilqualifizierung ermöglicht bedarfsgerechte und gezielte Nachqualifizierung an- und ungelernter Erwachsener ab 25 Jahre bis hin zum Berufsabschluss. Aktuell gibt es eine Vielzahl an Bildungsträgern mit unterschiedlichen TQ-Konzepten und Kompetenzfeststellungsverfahren. Zudem fehlt es an einer einheitlichen Regelung für die Zulassungsvoraussetzungen zur Externenprüfung. Gleichzeitig besteht ein enormer Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und an passgenauer Weiterbildung. Sowohl die Arbeitgeber als auch die TQ-Teilnehmenden profitieren von einem standardisierten TQ-Modulsystem, welches das breite Spektrum der TQ-Angebote für alle Beteiligten transparent, vergleichbar und zugänglich macht.

Informationen zu dieser Veranstaltung
Das Programm

9.30 Uhr

Come together mit Markt der Möglichkeiten und Akkreditierung
Tagesmoderation: Uschi Götz, Deutschlandfunk
 
10.30 UhrEröffnung
Grußworte

Dr. Barbara Dorn
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Dr. Catrin Hannken
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Martina Tetz
ETAPP

Impulsrede
Anfänge der TQ

Christian Rauch
Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit

Podiumsdiskussion mit Publikationsbeteiligung
Teilqualifizierung im Spannungsfeld zwischen Praxis und Theorie

Bertram Brossardt
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
Dr. Oliver Diehl
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Christopher T. Gandaa
REWE Group
Ulrich Klose
Progress-Werk Oberkirch AG
Christian Rauch
Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit
Sandra Rodler
KYOCERA Fineceramics Precision GmbH

 
12.15 UhrMittagspause
 
13.15 Uhr









Input
Qualität ist alles! Doch was ist das neue Alles? - QM und AZAV satirisch unter die Lupe genommen

Dr. Markus Reimer
www.markusreimer.com

Aktueller Projektstand
Praxis und Theorie bei der Entwicklung von modularen berufsanschlussfähigen Teilqualifizierungen

Martina Tetz und Team
ETAPP

Talk
Strategischer und politischer Ausblick - Entwicklung und Standardisierung

Uwe Bies-Herkommer
Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft
Susanne Mauser-Kick
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft
Patrick Millies
Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft
 
15.00 UhrAbschluss und Get together mit Markt der Möglichkeiten
 
Die Speaker

Uwe Bies-Herkommer
Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V.
Bertram Brossardt
Hauptgeschäftsführer
bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V.
vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Dr. Oliver Diehl
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Dr. Barbara Dorn
Abteilungsleiterin Bildung | Berufliche Bildung
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Christopher T. Gandaa
Leiter HR-Services Recruiting
REWE Group
Uschi Götz (Tagesmoderation)
Landesstudio Baden-Württemberg
Deutschlandfunk
Dr. Catrin Hannken
Unterabteilungsleiterin Berufliche Bildung
Bundesministerium für Bildung und Forschung




Ulrich Klose
Group HR Director
Progress-Werk Oberkirch AG
Susanne Mauser-Kick
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft gGmbH
Patrick Millies
Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH
Christian Rauch
Vorsitzender der Geschäftsführung
Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit

Dr. Markus Reimer
Innovationsexperte, Unternehmer sowie Qualitätsauditor und Ex-Kabarettist


Sandra Rodler
Personalabteilung
KYOCERA Fineceramics Precision GmbH
Das Projekt
Seit Juni 2019 unterstützt das beim Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. angesiedelte Projekt, das in Kooperation mit den Bildungswerken der Bayerischen und der Sächsischen Wirtschaft umgesetzt wird, bei der Entwicklung eines bundeseinheitlichen Standards für Teilqualifikationen. Das Projekt wird für drei Jahre (2019-2022) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Hintergrund
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sind neben Ausbildung und Umschulung auch alternative Wege notwendig, um Arbeitssuchende und Beschäftigte bis zum Facharbeiterabschluss führen zu können. Schritt für Schritt sollen sich formal geringqualifizierte Erwachsene durch den Erwerb von Teilqualifikationen (TQ) modularisiert bis zum möglichen Berufsabschluss qualifizieren lassen. Die Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung (AGI) leistet seit 2013 einen Beitrag dazu: Über 2.700 Teilnehmende wurden seither erfolgreich qualifiziert – teilweise bis zum Berufsabschluss. Daran anknüpfend ist es notwendig, Standards und Qualitätskriterien weiter zu professionalisieren, um bundesweit anschlussfähige Modularisierungen von Berufen gewährleisten zu können.

Ziele
Das Projekt verfolgt das Ziel, ein bundesweit standardisiertes „Modulsystem TQ“ als Handlungsempfehlung für die bildungspolitischen Entscheidungsgremien zu entwickeln.
Das beinhaltet, dass Teilqualifizierungen:
  • im Rahmen der Ordnungsstruktur an den Rahmenlehrplänen (RLP) und den Ausbildungsrahmenplänen (ARP) ausgerichtet,
  • in logische, dem Ausbildungsberuf entsprechende, Kompetenzbündel gegliedert,
  • sowie am Arbeitsmarkt direkt verwertbare Qualifizierungen sind.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden folgende Schritte umgesetzt:
  1. Bestandsaufnahme bestehender Teilqualifizierungskonzepte
  2. Erarbeitung eines bundesweiten Mindeststandards für Teilqualifizierungen
  3. Austausch und Abstimmung mit den bildungspolitischen Akteuren

Die TQ-Standardisierung soll dazu führen, dass eine große Gruppe mit einheitlichen Teilqualifizierungen arbeitet und Parallelentwicklungen vermieden bzw. aufgehalten werden. Die einzelnen Module sollen
arbeitsmarktverwertbar sein und dadurch einen Beitrag zur Deckung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs in Deutschland leisten.

Team

Martina Tetz, ETAPP-Projektleitung,
Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft

Mit der modularen berufsanschlussfähigen Teilqualifizierung besteht die Möglichkeit Menschen in kleinen Schritten bis zur Abschlussprüfung zu motivieren. Mit dem Bestehen der jeweiligen Kompetenzfeststellung wird die Prüfungsangst geringer.

Dr. Elisabeth Bernsdorf, ETAPP-Projektkoordinatorin,
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft gGmbH

Unser Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad der TQ zu steigern und die Akzeptanz als bedarfsgerechtes Weiterbildungsangebot nachhaltig zu sichern!

Liudmila Anthofer, ETAPP-Projektkoordinatorin,
Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH

Das Konzept der Teilqualifizierung gewinnt stetig an Bedeutung und Verbreitung. Ein standardisiertes TQ-Modulsystem steigert weiterhin die Akzeptanz der Nachqualifizierung mittels TQ und sorgt direkt für passgenaue Weiterbildung. Dies ist eine Gewinnsituation für alle Beteiligten!

Der Ausblick
Können Sie sich vorstellen, dass in Deutschland flächendeckend standardisierte Teilqualifizierungen angeboten und durchgeführt werden? Meinen Sie, standardisierte Teilqualifizierungen (TQ) ermöglichen es Menschen über 25 Jahren, sich flexibel und individuell bis zum Berufsabschluss weiterzubilden? Dann wäre eine Teilqualifizierung ein Instrument, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und eine Möglichkeit Arbeitsuchende und Beschäftigte bis zum Facharbeiterabschluss zu führen. Hier setzt das Projekt ETAPP an: Es sollen einheitliche Standards in der TQ für ganz Deutschland etabliert werden. Der TQ-Standard bringt Vorteile für die Teilnehmenden, Arbeitgebenden, Bildungsträger und Zulassungsstellen, denn es wird
    • direkte Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt,
    • leichte Vergleichbarkeit und Auswahl der TQ-Angebote,
    • Transparenz der Ordnungsstrukturen,
    • Anschlussfähigkeit und
schnellere Zertifizierung der TQ-Angebote gewährleistet.

Der Fachkräftemangel beherrscht in vielen Berufen bundesweit den Arbeitsmarkt. Es fehlen nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern auch die Tätigkeiten ändern sich durch die Arbeitswelt 4.0. Die Digitalisierung und Automatisierung sind in allen Bereichen spürbar. Schritt für Schritt sollen arbeitssuchende und beschäftigte Erwachsene durch den Erwerb von TQ diese Herausforderungen bewältigen, und bis zum möglichen Berufsabschluss geführt werden. Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie will die Bundesregierung die berufliche Weiterbildung und das lebensbegleitende Lernen stärken. Alle Menschen sollen das Recht auf Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt haben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert in diesem Sinne das Projekt ETAPP mit einer dreijährigen Laufzeit (06/2019-05/2021). „Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, berufliche Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen stärker als bisher zu fördern. Unter Federführung des BMBF und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist so die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) entstanden. Sie soll vor allem Antworten auf den digitalen Wandel finden und für Chancengleichheit für alle Menschen in der Arbeitswelt sorgen.“ (https://www.bmbf.de/de/nationale-weiterbildungsstrategie-8853.html)

Das Projekt verfolgt das große Ziel, ein bundesweit standardisiertes Konzept von TQ zu entwickeln und etablieren. Das bedeutet, TQ sind:
    • an den Rahmenlehrplänen (RLP) und den Ausbildungsrahmenplänen (ARP) ausgerichtet
    • in logische Kompetenzbündel gegliedert. Diese entsprechen dem Ausbildungsberuf
    • dem aktuellen Stand der Forschung im Bereich der beruflichen Nachqualifizierung gerecht
    • am Arbeitsmarkt direkt verwertbare Qualifizierungen

Weitere Informationen zu den Meilensteinen, dem Projektziel sowie Projekt-Updates finden Sie unter: www.etapp-teilqualifizierung.de
Die Veranstalter
In der Arbeitsgemeinschaft der Bildungswerke der Deutschen Wirtschaft (ADBW) haben sich die Bildungswerke der Landesvereinigungen der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände aller deutschen Bundesländer zusammengeschlossen. Hier werden länderübergreifende Angebote und Veranstaltungen koordiniert. Angelehnt an die Zielsetzungen der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände fördern die Bildungswerke das Verständnis für die Soziale Marktwirtschaft und die plurale Demokratie, vermitteln und vertiefen wirtschaftlichen Sachverstand, bieten aber auch Orientierung in zentralen Fragen der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die ETAPP-Projektleitung hat das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft übernommen und setzen das Projekt gemeinsam mit dem Bildungswerk Bayerischen Wirtschaft und dem Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft um.
www.adbw.org

Die BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände organisiert als Spitzenverband die sozial- und wirtschaftspolitischen Interessen der gesamten deutschen Wirtschaft. Durch unsere Verankerung in den Betrieben sind wir authentische Stimme der deutschen Arbeitgeber – auch in Europa und weltweit. Anspruch der BDA ist, Meinungsführerin in allen wichtigen sozial- und wirtschaftspolitischen Debatten zu sein. Sie ist erste Ansprechpartnerin und Ratgeberin für alle Anliegen, die für Arbeitgeber relevant sind. Wir stehen für Kompetenz in der Tarifpolitik, im Arbeitsrecht, in der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik sowie in europapolitischen und internationalen Fragen.
www.arbeitgeber.de

Die Aufgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) umfassen alle Abschnitte im Lebensverlauf. Sie reichen von der frühkindlichen Förderung bis zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen. Die Bereiche Schule und Hochschule fallen primär in die Zuständigkeit der Länder, der Bund leistet jedoch – zum Beispiel durch den Hochschulpakt, die Vergabe von Stipendien und das BAföG – auch hier wichtige Beiträge. Gemeinsam mit den Ländern kümmern wir uns um die außerschulische berufliche Bildung, die Aufstiegsförderung und die berufliche Weiterbildung. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Bildungsgerechtigkeit – seine Herkunft soll nicht über die Bildungschancen eines Menschen entscheiden.
www.bmbf.de

Anfahrt
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T +49 30 2033-1500
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